Tanzverbot an Karfreitag 2023: In DIESEN Bundesländern gilt an Ostern absolutes Tanzverbot

Das Osterfest gilt in vielen Bundesländern als stiller Feiertag. An diesen Tagen sind laute Musik, Tanzen und andere Vergnügungen verpönt. Wann und wo in Deutschland an Gründonnerstag, Karfreitag und Co. Tanzverbot herrscht, erfahren Sie hier.

Alle Jahre wieder müssen Tanzwütige am Karfreitag eine Pause einlegen. Der Tag, an dem Christen dem Tod von Jesus gedenken, bleibt für fast alle ein “stiller Feiertag“. Doch nicht in jedem Bundesland herrscht an Ostern Tanzverbot. Die Regelungen sind nämlich völlig unterschiedlich.

Karfreitag 2023: Was sind “stille Feiertage”?

“Stille Feiertage” sind religiöse Feiertage, die gesetzlich einen besonderen Schutz genießen. Je nach Bundesland verbieten die Feiertagsgesetze themenfremde öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, den Schankbetrieb sowie musikalische Darbietungen. Zu den stillen Feiertagen zählen: Heiligabend, Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Karwoche, Ostersonntag, Pfingstsonntag, Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag und Totensonntag.

In DIESEN Bundesländern herrscht an Gründonnerstag, Karfreitag und Co. Tanzverbot

Wer glaubt, dass die Regelungen in Bayern am strengsten sind, der irrt sich gewaltig. In Hessen darf nämlich an allen Osterfeiertagen nicht getanzt werden.

Bundesland

Gründonnerstag
(06.04.2023)

Karfreitag
(07.04.2023)
Karsamstag
(08.04.2023)
Ostersonntag
(09.04.2023)
Ostermontag
(10.04.2023)
Baden-Württemberg 18 bis 24 Uhr ganztägig 0 bis 20 Uhr
Bayern 2 bis 24 Uhr ganztägig ganztägig
Berlin 4 bis 21 Uhr
Brandenburg ganztägig 0 bis 4 Uhr
Bremen 6 bis 21 Uhr
Hamburg 2 bis 24 Uhr 0 bis 2 Uhr
Hessen 4 bis 24 Uhr ganztägig ganztägig 4 bis 12 Uhr 4 bis 12 Uhr
Mecklenburg-Vorpommern ganztägig 0 bis 18 Uhr
Niedersachsen 5 bis 24 Uhr ganztägig ganztägig
Nordrhein-Westfalen 18 bis 24 Uhr ganztägig 0 bis 6 Uhr
Rheinland-Pfalz 4 bis 24 Uhr ganztägig ganztägig
Saarland 4 bis 24 Uhr ganztägig ganztägig
Sachsen ganztägig
Sachsen-Anhalt ganztägig
Schleswig-Holstein 2 bis 24 Uhr 0 bis 2 Uhr
Thüringen ganztägig

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel: Kein Bundesland darf Tanzveranstaltungen grundsätzlich verbieten, heißt es in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Clubs können sich eine Ausnahmeregelung holen und somit auch am Karfreitag öffnen.

Im Gegensatz zu Weihnachten findet Ostern übrigens immer an einem anderen Datum statt. Ostern liegt mal im März, mal im April. Der erste Frühlingsvollmond spielt bei der Berechnung des Datums eine Rolle.

Darum feiern wir überhaupt Ostern

GRÜNDONNERSTAG: Christen gedenken an diesem auch Hoher Donnerstag genannten Tag des letzten Abendmahls Jesu im Kreis seiner Jünger. Mit dem Tag beginnt nach christlicher Vorstellung sein Leiden und Sterben. Nach der Messe werden daher häufig Blumen, Schmuck und Kerzen aus der Kirche entfernt. Auch Kirchenglocken schweigen bis in die Nacht auf Ostersonntag. In manchen Gegenden ist es Brauch, stattdessen mit Ratschen oder Rasseln Lärm zu machen.

KARFREITAG: Der Sohn Gottes wurde der biblischen Überlieferung nach an diesem Tag in Jerusalem gekreuzigt. Schon seit dem frühen Christentum wird der Freitag vor Ostern als stiller Tag der Buße und des Fastens begangen. Gläubige beten an den Kreuzwegstationen.

OSTERSONNTAG: Viele Menschen verbinden mit Ostern vor allem bunte Eier und Schokohasen. Christen feiern am Ostersonntag die Auferstehung von Jesus Christus. Ein alter Brauch ist es, in der Nacht zuvor Osterfeuer abzubrennen und die Osterkerze zu entzünden. Das Osterlamm symbolisiert den auferstandenen Christus.

OSTERMONTAG: Vor allem in Süddeutschland trifft man auf Pilgergruppen, die sich mit Gebet und Gesang auf dem sogenannten Emmausgang befinden. Er erinnert an zwei Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus, einem Dorf nahe Jerusalem. Jesus schloss sich ihnen laut Lukasevangelium an, den sie aber zunächst nicht erkannten. Viele machen auch nur so einen Spaziergang, wenn das Wetter mitspielt. Es ist zudem der letzte Tag der politisch motivierten Ostermärsche.

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bua/kns/news.de/dpa