Michel Friedman hält Gedenkrede in Bayreuth: „Heute habe ich das letzte Wort, und Richard Wagner muss zuhören“

Das Bühnenbild hätte auch das Duo Christoph Marthaler und Anna Viebrock nicht reduzierter gestalten können: Das Wort „Antisemitismus“ leuchtet grellweiß von einer schwarzen Leinwand, der Raum darunter, wo das Konzert und die spannungsvoll erwartete Rede stattfinden werden, ist karg. Später, am Sonntagnachmittag, wird mit „Rienzi“ ein Bayreuther Tabubruch begangen, über den schon im Vorfeld kontrovers hätte diskutiert werden können, vielleicht sollen.