Joachim Lottmann und sein öffentliches Sterben: „Ich wünsche mir noch neunzig Tage“

Man muss dem schwer an Krebs erkrankten Schriftsteller Joachim Lottmann am Ende seines Lebens noch einmal Bewunderung zollen. So wie er sein Sterben auf Facebook und Instagram öffentlich macht, dabei Haltung bewahrt und auch einer gewissen Hinterlist nicht abgeneigt ist – und damit Erfolge feiert, die er mit seinen Büchern nie hatte. Obwohl er sich selbst oft und gern als „Erfolgsschriftsteller“ bezeichnet hat, ironisch, versteht sich, ohne jedoch den Wunsch zu verhehlen, einer zu sein, scheint er jetzt auf einem guten Weg dahin.