Hoffnung auf ein Ende der Zensur: Das iranische Volk muss seine Sprache zurückerobern

Seit die Nachricht vom Tod Ali Chameneis eintraf, lief mein gesamtes Leben – über vier Jahrzehnte unter seiner Diktatur – wie im Zeitraffer vor meinem inneren Auge ab. Ich empfand widersprüchliche Gefühle. Aus philosophischen Gründen freue ich mich grundsätzlich nicht über den Tod eines Menschen. Und doch war ich diesmal vor Freude außer mir, wollte weinen – und versuchte mich zugleich zurückzuhalten. Vielleicht wird im Verlauf dieses Textes deutlich, warum. Irgendwo las ich einmal, es gebe im Leben eines Menschen keinen schöneren Moment als den Sturz eines Diktators. Es ist eine tiefgründige Erkenntnis.