Hilfe aus Deutschland: THW-Einsatzteam will Verschüttete in Venezuela retten

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela fliegen knapp 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) in das Katastrophengebiet. Im Vordergrund stehe aktuell die Bergung und Rettung von verschütteten Personen aus zerstörten Gebäuden, teilte das THW mit. Zu der Schnell-Einsatz-Einheit gehörten vier Rettungshundeführer mit jeweils einem Hund.
Der Abflug des THW-Teams sei am Freitagmorgen vom Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen aus mit einer Bundeswehr-Maschine geplant, sage eine Sprecherin des THW. Es habe in Metallboxen alles dabei, um autark agieren zu können. Die Ausrüstung reiche von Feldbetten, über Duschen, IT-Ausstattung bis hin zu einer kleinen Wasseraufbereitung und Stromerzeugung.
Das THW reagiere mit der Entsendung der Einsatzkräfte auf ein internationales Hilfeersuchen der venezolanischen Regierung. Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum des Landes erschüttert. Weitere Einsatzoptionen wie die Bereitstellung von Trinkwasser sowie die Lieferung von Hilfsgütern sind laut THW aktuell in Klärung.
Laut der Behörden in Venezuela sind bisher 188 Tote gezählt worden. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden weitere 1.520 Menschen verletzt, mehr als 200 sind unter Trümmern verschüttet. Auf das Hauptbeben der Stärke 7,2 und 7,5 folgten demnach 138 Nachbeben.
Fast 3.000 Familien seien von der Katastrophe betroffen, sagte Rodríguez. Offiziell seien zudem 157 Menschen als vermisst gemeldet worden. Schwere Schäden gab es besonders im Bundesstaat La Guaira an der Karibikküste. Auch in der Hauptstadt Caracas stürzten laut Behördenangaben Gebäude ein.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de