Finals in Hannover: Turn-Asse Schäfer-Betz und Kevric mit erfolgreichem Comeback

Die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer-Betz und die Olympia-Sechste Helen Kevric haben bei den deutschen Turn-Meisterschaften in Hannover nach langwierigen Verletzungen ein vielversprechendes Comeback gefeiert. Die 29-Jährige aus Chemnitz wurde bei den Titelkämpfen im Rahmen der Finals in Hannover Dritte im Mehrkampf mit 51,800 Punkten.
Schäfer-Betz hatte wegen Hüftproblemen und einer Operation die gesamte vergangene Saison verpasst. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass mir mein Start im Mehrkampf gelungen ist“, sagte sie über ihren ersten Mehrkampf seit Oktober 2023. Es sei ein sehr wichtiger Schritt für sie gewesen, die vier Geräte zu turnen. „Für mich war es die größte Herausforderung, bei mir zu bleiben, den Fokus auf die wesentlichen Dinge zu lenken. Klar ist es schön, dass ich auf Platz drei gelandet bin. Aber der Fokus war etwas anderes“, betonte Schäfer-Betz.
Den Titel im Vierkampf aus Sprung, Stufenbarren, Balken und Boden sicherste sich erstmals Silja Stöhr aus Heddesheim, im Vorjahr EM-Zweite mit der Mannschaft, mit 53,301 Punkten vor Titelverteidigerin Karina Schönmaier. Die Doppel-Europameisterin aus Chemnitz kam auf 52,933 Zähler. „Ich bin total überwältigt. Es ist krass, die Goldmedaille in der Hand zu haben“, sagte die 18-Jährige nach ihrem ersten Meistertitel.
An ihrem Erfolgsgerät Sprung, an dem Schönmaier im vorigen Jahr Europameisterin geworden war, kam die 20-Jährige auf sehr gute 14,050 Punkte für zwei Sprünge. „Ich habe mich gefreut, hier zu turnen. Es war eine tolle Stimmung, das macht mir jedes Mal Spaß. Es war echt cool“, sagte Schönmaier.
Kevric brilliert am Stufenbarren
Knapp 14 Monate nach ihrer schweren Knieverletzung bei den Heim-Europameisterschaften in Leipzig präsentierte sich auch Helen Kevric in ansprechender Verfassung. Zwar absolvierte die 18-jährige Stuttgarterin nur zwei von vier Geräten, brillierte aber an ihrem Spezialgerät Stufenbarren mit 14,833 Punkten.
Mit dem Tageshöchstwert aller Turnerinnen ist Kevric nicht nur Favoritin auf den Einzeltitel am Sonntag, sondern auch Medaillenkandidatin bei den bevorstehenden Europameisterschaften in Zagreb vom 13. bis 16. August. „Mit Barren bin ich schon zufrieden, aber mit dem Balken nicht so, weil ich da den Sturz hatte“, sagte sie.
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