„Brancusi“ in der Neuen Nationalgalerie: Ein Bildhauer erklimmt den Himmel über Berlin

Da liegt sie, die Schöne aus polierter Bronze. Allerdings ruht nur ihr Kopf als abstrahierte Form auf einem Sockel. Der feine Mund, die lange schlanke Nase, die Andeutung geschlossener Augenlider kennzeichnen ihr Gesicht, geriffelte Linien oberhalb der Stirn deuten das straff zurückgekämmte Haar an. Von Brancusis „Schlafender Muse“ aus dem Jahr 1910 geht ungebrochen eine Verführung aus.