Ralf König über die Fortsetzung der Kino-Komödie „Der bewegte Mann“: „Die Geschichte ist mir schon lange davongaloppiert“

Es war der erfolgreichste deutsche Film der 1990er Jahre. Nun soll es eine Fortsetzung der Kino-Komödie „Der bewegte Mann“ von 1994 geben. Die Hauptrolle soll erneut Schauspieler Til Schweiger übernehmen. Der Film, der damals mehr als 6,5 Millionen Besucher in die Kinos lockte, basierte auf dem gleichnamigen Comicbestseller von Ralf König. Der war allerdings damals von der Adaption nicht sehr angetan. Mit dem neuen Projekt hat er nichts zu tun, sagte er dem Tagesspiegel.

Die Regie des neuen Films wird Hermine Huntgeburth führen, wie aus einer Mitteilung der Film- und Medienstiftung NRW hervorgeht, die den Film mit 900.000 Euro fördert. Zuvor hatte das Fachmedium „The Spot media & film“ berichtet. 

Die Hauptfigur der Geschichte war damals der von Til Schweiger gespielte Axel Feldheim, ein heterosexueller Mann, der nach einer Affäre von seiner Freundin Doro (Katja Riemann) auf die Straße geworfen wird und in eine Clique schwuler Männer gerät. Dazu zählten auch der von Joachim Król gespielte Norbert Brommer und Walter alias Waltraud, gespielt von Rufus Beck.

Ralf König in seinem Atelier in Köln.

© picture alliance/dpa/Oliver Berg

Die Geschichte hat eine Eigendynamik entwickelt, an der ich nicht sehr interessiert bin.

Ralf König, Comiczeichner

Mit der jetzt geplanten Fortsetzung des Films hat Ralf König inhaltlich nichts zu tun, und er kennt bislang auch das Drehbuch nicht, wie er dem Tagesspiegel erklärt. „Als dem Film 2024 das 30. Jubiläum bevorstand, kam der nette Joachim Król auf mich zu und fragte, ob ich nicht eine Fortsetzung schreiben könne“, erzählt König. „Ich war dem gegenüber aufgeschlossen und habe damals ein paar Tage darüber nachgedacht, aber eine zündende Idee kam mir nicht, wie man mit diesen Charakteren 30 Jahre später neu ansetzen könnte.“

KPA50576.jpg DER BEWEGTE MANN / Deutschland 1994 / Söhnke Wortmann Norbert (JOACHIM KRîL), Walter (RUFUS BECK), der nackte Axel (TIM SCHWEIGER) und Doro (KATJA RIEMANN), in Der bewegte Mann , 1994. UnitedArchives50576René Goscinny würde bald 100 Berührend: Was seine Tochter dem „Asterix“-Schöpfer schreibt Gezeichnete Familiengeschichte aus Südkorea Tauchgang durch die Generationen

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„Meine eigene kleine Fortsetzung habe ich zur 30-Jahre-Jubiläumsausgabe des Comics ‚Der bewegte Mann‘ bei Rowohlt hinzugefügt“, ergänzt König. „Da begegnen sich Norbert, Waltraud, Axel und Doro nach all der Zeit kurz in einem Restaurant.“ Das habe sich für ihn glaubhaft angefühlt, „wäre aber für einen Film zu wenig Stoff gewesen“. (mit dpa)