Ende einer Ära am Berliner Gorki Theater: „Was hier aufgebaut worden ist, das wird es so in der Stadt nicht mehr geben“

„Zuhause ist, wo man sich nicht erklären muss.“ Das sagt der Theaterregisseur Nurkan Erpulat im Gespräch über eine Zeit, die jetzt zu Ende geht. Seine künstlerische Heimat, der Ort, an dem er sich nicht erklären musste, war 13 Jahre lang das Gorki Theater. Und zuvor fünf Jahre lang das Ballhaus Naunynstraße, wo er mit der Inszenierung „Verrücktes Blut“ dazu beitrug, dass auf einmal die gesamte deutschsprachige Kulturszene über dieses neue „postmigrantische Theater“ sprach – und über die gesellschaftlichen Leerstellen und fehlenden Perspektiven, auf die es verwies.