Saisonabschluss des Staatsballetts: Betörende Leichtigkeit als Hochleistungssport

Das Staatsballett Berlin kann auf eine fantastische Saison zurückblicken, mit „Wunderkammer“ von Marcos Morau und „Nurejew“ von Kirill Serebrennikow zeigte es zwei umjubelte Premieren. Zum Abschluss der Spielzeit präsentiert Intendant Christian Spuck in der Staatsoper einen Doppelabend, der musikalisch und choreografisch auf starke Kontraste setzt. Spuck hat sein neues Ballett zu John Adams’ post-minimalistischer Komposition „Fearful Symmetries“ entworfen; das 25-minütige Orchesterstück ist das am häufigsten choreografierte Werk des US-Amerikaners. Das ist kaum verwunderlich, denn das Stück zeichnet sich durch einen vorwärtstreibenden Puls aus. Spucks Neukreation ist als Gegenpol zu Balanchines Meisterwerk „Symphony in C“ gedacht, das überraschenderweise zum Auftakt gezeigt wird.