Fußball-Bundesliga: So wird der FC Bayern gegen Stuttgart deutscher Meister

Die Suche mit dem Fernglas, die Uli Hoeneß einst der Bayern-Konkurrenz empfahl, kann der einzig verbliebene Verfolger in Kürze auch ganz offiziell einstellen. Zumindest für diese Saison. Zwölf Punkte liegt Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga vor dem 30. Spieltag hinter dem FC Bayern München. Bei noch fünf ausstehenden Spieltagen ist im Titelkampf daher nur noch eine Frage wirklich offen: Wann dürfen die Münchner ihre 35. Meisterschaft feiern?
Wie wird der FC Bayern an diesem Spieltag schon Meister?
Der FC Bayern wird an diesem Spieltag Meister, wenn die Münchner den VfB Stuttgart am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in der eigenen Arena besiegen und Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) nicht bei der TSG 1899 Hoffenheim gewinnt.
Falls die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany gegen den VfB nur einen Punkt holt, könnten die Spieler nach dem Südschlager trotzdem die berühmten Bierduschen verteilen – dann nämlich, wenn der BVB zuvor bei den Hoffenheimern verliert.
Verliert der FC Bayern, ist die Schale rein rechnerisch auch noch für den BVB zu holen – selbst im Falle einer Niederlage bei der TSG. Wobei neben dem Zwölf-Punkte-Rückstand auch die klar schlechtere Tordifferenz – Dortmund (+31), Bayern (+78) – gegen ein westfälisches Wunder spricht.
Können die Bayern noch den Rekord für die früheste Meisterschaft knacken?
Das ist nicht mehr möglich, selbst wenn an diesem Spieltag die Entscheidung fallen sollte. In der Saison 2013/14 machten die Münchner unter Trainer Pep Guardiola bereits am 25. März den Titel perfekt – damals durch ein 3:1 am 27. Spieltag bei Hertha BSC. So früh war sonst kein Team dran.
Auf den Plätzen zwei und drei in dieser Kategorie folgen ebenfalls Bayern-Mannschaften: In der Triple-Saison 2012/13 holte Jupp Heynckes mit seinem Team am 28. Spieltag (6. April) die Schale nach einem 1:0 bei Eintracht Frankfurt. Am Ende der Spielzeit stand mit 25 Punkten auch der größte Abstand zum Zweiten (Borussia Dortmund) zu Buche.
2017/18 war es dann der 7. April und der 29. Spieltag, an dem der FC Bayern jubeln durfte – 4:1 hieß es beim FC Augsburg.
Wer war außer Bayern noch besonders früh dran?
2023/24 unter Trainer Xabi Alonso machten die Leverkusener besonders früh den Deckel drauf. Schon am 29. Spieltag gab es kein Halten mehr. 5:0 hieß es am 14. April gegen Werder Bremen – und Bayers Meisterfluch war gebrochen. Die Saison endete für die Werkself zudem ohne Niederlage, das bleibt auch nach der aktuellen Spielzeit einmalig.
Eine weitere Besonderheit: Leverkusen ist neben dem FC Bayern das einzige Team, das in einer Bundesliga-Saison mit mindestens 18 Mannschaften schon am 31. Spieltag oder früher als Meister feststand.
Welche besonderen Rekorde sind noch möglich für die Bayern?
Ihren eigenen Torrekord aus der Saison 1971/72, als Gerd Müller, Uli Hoeneß und Co. auf 101 Treffer kamen, haben die Bayern am vergangenen Spieltag zwar schon geknackt. Aber auf die bisher erzielten 105 Tore wollen sie sicher noch ein paar drauflegen.
Zumindest einstellen kann der Rekordmeister den eigenen Sieg-Rekord aus den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14, als die Münchner jeweils 29 Saisonsiege holten. Aktuell stehen sie bei 24. Sie müssten also die verbleibenden fünf Duelle allesamt gewinnen.
Falls Harry Kane noch mal den Tor-Turbo zündet, könnte er Robert Lewandowski den Rekord für die meisten Saisontore wegschnappen. Der frühere Bayern-Stürmer traf 41-mal in der Saison 2020/21, Kane steht aktuell bei 31 Toren.
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