Großes Comeback wird nicht belohnt: Alba Berlin scheidet dramatisch aus der Champions League aus

Alba Berlins Europapokalträume sind auf dramatische Art und Weise geplatzt. Gegen Titelverteidiger Málaga verlor der Basketball-Bundesligist am Mittwochabend mit 85:88 (15:13, 21:21, 13:26, 25:14/11:14) nach Verlängerung. In der Best-of-three-Serie war es die zweite Niederlage und damit das Aus im Viertelfinale der Champions League.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatten sich die Spanier vor 7109 Zuschauenden in der Max-Schmeling-Halle zwischenzeitlich deutlich abgesetzt, doch Alba gelang ein famoses Comeback. In der Verlängerung hatte Málaga allerdings die besseren Nerven.

Beste Werfer auf Berliner Seite waren Jack Kayil (25 Punkte), J’Wan Robert (13) und Norris Agbakoko (10). Bei Málaga waren Nihad Djedovic (17), Emir Sulejmanovic (15) und Chris Duarte (13) am erfolgreichsten.

Albas Trainer Pedro Calles konnte im wichtigsten internationalen Spiel seit Jahren auf den gesamten Kader zurückgreifen. Martin Hermannsson hatte bei der Niederlage gegen Oldenburg am Sonntag noch über Adduktorenprobleme geklagt, stand aber von Beginn an auf dem Parkett.

25

Punkte erzielte der überragende Jack Kayil

Die Berliner starteten sehr aufmerksam. Málaga erzielte im bisherigen Wettbewerb die drittmeisten Punkte pro Spiel, doch wie schon vor einer Woche ließ Alba die Offensive der Spanier nicht in den Rhythmus kommen. Nach sechs Minuten standen die Gäste bei lediglich drei Punkten und mussten fast durchgängig auf ihren besten Center verzichten. Aleksander Balcerowski, der Alba im ersten Spiel enorme Probleme bereitet hatte, geriet früh in akute Foulprobleme.

Alba glänzte im Angriff zwar ebenfalls nicht, erarbeitete sich aber einen kleinen Vorsprung. Besonders Malte Delow und Roberts waren in dieser Phase gut im Spiel. In der Schlussphase des ersten Viertels fand Málaga angeführt vom früheren Alba-Profi Djedovic aber langsam in die Begegnung.

Alba schien bereits geschlagen

Es war nun ein enges Duell, in dem die Berliner meist knapp in Führung lagen. Mit 36:34 für Alba ging es in die Pause, doch die Spanier kamen besser aus der Kabine. Immer wieder fanden sie Lücken in der gegnerischen Verteidigung und nutzten diese zu einfachen Punkten unter dem Korb. Das Spiel drehte sich und Alba fand kein Mittel dagegen. Mitte des dritten Viertels war aus der knappen Führung ein Neun-Punkte-Rückstand geworden.

In der Max-Schmeling-Halle wurde es kurz sehr leise, doch dann stemmten sich die Fans gegen das drohende Aus. Das tat auch die Mannschaft, und schaffte ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback. Nach zwischenzeitlich 16 Punkten Rückstand rettete Kayil Alba 1,8 Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie in die Verlängerung. Für den Sieg reichte es dennoch nicht.