Hallen-WM: 17-Jähriger jubelt als jüngster Leichtathletik-Weltmeister

Ein 17-Jähriger hat sich zum jüngsten Weltmeister der Leichtathletik-Geschichte gekrönt. Der amerikanische Teenager Cooper Lutkenhaus feierte bei der Hallen-WM in Polen den Titel über 800 Meter. Laut dem Weltverband ist er damit auch der jüngste Einzelmedaillengewinner überhaupt – egal ob unter dem Hallendach oder draußen im Stadion. Im Alter von 17 Jahren und 93 Tagen war er in 1:44,24 Minuten zu schnell für die Konkurrenz.
„Ich bin total überrascht, wie viel Unterstützung ich von allen um mich herum bekommen habe, gerade als Teenager, der auf höchstem Niveau antritt“, sagte Lutkenhaus.
Hinter den Podesträngen musste sich das kleine Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes einreihen. Nach Platz fünf von Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye zum Auftakt freute sich zum Abschluss die deutsche Meisterin Marlene Meier als Siebte über 60 Meter Hürden über die persönliche Bestleistung von 7,90 Sekunden.
Zwei Weltrekorde werden bejubelt
Der Titel ging in der Weltrekordzeit von 7,65 an Devynne Charlton von den Bahamas. Es war der zweite Weltrekord nach dem des Schweizer Siebenkämpfers Simon Ehammer. Der Konkurrent des deutschen Zehnkampf-Weltmeisters Leo Neugebauer hatte am Samstag die 14 Jahre alte Bestmarke des Amerikaners Ashton Eaton mit 6.670 Punkten um 25 Zähler verbessert.
Erfolgreichste Nation bei den Titelkämpfen in Torun waren die USA, die von Lutkenhaus und den Staffeln über 4×400 Meter noch an die Spitze geführt wurden.
Deutsches Team setzt auf den Sommer
Die 14 deutschen Athletinnen und Athleten gingen beim Kampf um das Edelmetall leer aus. Bei den Titelkämpfen 2024 in Glasgow und ein Jahr später im chinesischen Nanjing hatte es jeweils eine deutsche Medaille gegeben. Höhepunkt für den DLV sind in diesem Jahr die Europameisterschaften vom 10. bis 16. August in Birmingham, wenn auch Stars wie Weitspringerin Malaika Mihambo oder Neugebauer für Erfolge sorgen sollen.
„Die Leichtathletik-Fans haben in Torun viele starke Leistungen erlebt – die allerdings auch gezeigt haben, dass unser Weg zurück in die Weltspitze in einigen Disziplinen noch herausfordernd und weit ist“, sagte Leistungssport-Vorstand Jörg Bügner.
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