Schusswaffenangriff auf Schule: Kanadas Premier: Einige Verletzte weiter in Lebensgefahr

Nach dem Schusswaffenangriff auf eine Schule im Westen Kanadas schweben Verletzte weiterhin in Lebensgefahr. Einige der 25 Verletzten kämpften derzeit im Krankenhaus um ihr Leben, sagte der kanadische Premierminister Mark Carney in einer Rede vor dem Unterhaus des Landes.

Am Dienstag waren sieben Menschen durch Schüsse in einer Schule in der Provinz British Columbia getötet worden. Zwei weitere Tote wurden unweit der Schule in einem Haus gefunden. Die Polizei geht von einem Zusammenhang aus. Unter den Toten sei auch eine Frau, die nach ersten Erkenntnissen als Tatverdächtige gelte, teilte die Polizei mit. Zunächst war die Rede von zehn Toten inklusive der mutmaßlichen Täterin gewesen. Die Polizei korrigierte später die Gesamtzahl der Toten auf neun.

Kanada steht seither unter Schock. Carney ordnete für die kommenden sieben Tage Staatstrauer an. Tumbler Ridge, Schauplatz des Vorfalls, nannte er “eine Stadt von Bergarbeitern, Lehrern, Bauarbeitern, Familien, die dort ihr Leben aufgebaut haben – Menschen, die immer füreinander da waren.” Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver.

Tödlichster Vorfall seit 1989

Es handelt sich laut kanadischen Medien um den tödlichsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte in dem nordamerikanischen Land seit 1989. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

In Kanada gibt es viel seltener Schusswaffengewalt als im südlichen Nachbarland USA, wo es auch immer mal wieder zu Taten mit Schüssen an Schulen kommt. Experten führen das auf die deutlich strengeren kanadischen Waffengesetze zurück.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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kns/roj/news.de