Mecklenburg-Vorpommern: Waldbrand im Müritz-Nationalpark – weitere Evakuierungen

Ein Großbrand auf einem munitionsbelasteten früheren Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark hat die zweite Nacht in Folge erneute Evakuierungen ausgelöst. Am Abend lief die Räumung der Orte Granzin und Granziner Mühle an. “Das Problem ist, dass sich der Wind wieder gedreht hat und auch ein bisschen aufgefrischt hat”, sagte ein Sprecher des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Zuletzt sei das Feuer etwa 1,4 Kilometer von Granzin entfernt gewesen.

Granzin hat nach Angaben der Gemeinde Kratzeburg etwas mehr als 100 Einwohner. Wer eine Unterkunft braucht, kann das Gemeindezentrum in Peckatel nutzen. Bereits am Montag, dem Tag der ersten Feuermeldung, waren Granzin, Granziner Mühle und Krienke zeitweise geräumt worden.

Alt-Munition erschwert den Einsatz

Wegen der Munition im Boden darf die Feuerwehr nicht direkt an den Brand heran, sondern muss einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern einhalten. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz, zuletzt war von etwa 250 Kräften die Rede. Weitere würden nachgefordert.

Erst Ende Juni war auf einem anderen, nahe gelegenen Truppenübungsplatz im Nationalpark ein Brand ausgebrochen. Mehr als 100 Hektar waren betroffen, der Einsatz dauerte mehrere Tage. Auch dort handelte es sich um munitionsbelastetes Gelände.

Auch der aktuelle Brand werde die Einsatzkräfte noch Tage beschäftigen, sagte der Sprecher. Mit Regen rechne man am Donnerstag, wohl eher am Freitag. “Wenigstens bis dann wird das noch aktuell sein.”

Im Nationalpark wachsen überwiegend Kiefern

Der Müritz-Nationalpark umfasst 322 Quadratkilometer. Dies entspricht in etwa der Größe der Stadt München. Dreiviertel der Waldgebiete sind Kiefernwälder. Im Nationalpark befinden sich auch 107 Seen – darunter auch ein Stück der Müritz. Zwischen 1945 und 1993 nutzte die Sowjetarmee einen Teil des heutigen Nationalparks als Truppenübungsplatz.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort “Panorama”:

kns/roj/news.de