Kings of Leon, Twisted Teens, Mittekill, Django Django: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Musikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio Eins vor. Diese Woche mit Platten von Kings of Leon, Twisted Teens, Mittekill und Django Django.
Kings of Leon: „O My Beloved“ (Love Tap Records)
Nach zwei Jahren Pause veröffentlichen Kings of Leon ihr zehntes Studioalbum. Statt der großen Stadiongesten, mit denen die vier Musiker aus Tennessee berühmt wurden, gibt es diesmal akustische Gitarren, Americana-Anleihen und ganz viel Melancholie zu hören.
Ausgangspunkt für das erstmals vollständig selbst produzierte Album war ein Unfall von Frontmann Caleb Followill, der sich beim Spielen mit seinen Kindern den Fuß brach. Die geplante Europatour musste abgesagt werden, Followill saß zu Hause fest. In dieser Zwangspause griff er zur Akustikgitarre und schrieb zusammen mit seinem Bruder neues, intimes Material.
„O My Beloved“ ist eine durchaus hörenswerte Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln der Band – Kings of Leon können noch immer gute Songs schreiben. Nur hätte dieser Platte etwas weniger Selbstbespiegelung und etwas mehr musikalische Reibung gutgetan. Tobias Langely-Hunt, Tagesspiegel
Twisted Teens: „The Holy Cross Tigers“ (Sub Pop)
Als sich die beiden Straßenmusiker Caspian Hollywell und Ramon „RJ“ Santos vor zwei Jahren in New Orleans treffen geht plötzlich alles sehr schnell: Drei Alben allein in diesem Jahr auf kleinen Labels und plötzlich interessieren sich auch Menschen jenseits des Underground-Mikrokosmos für diese beiden Nerds, die Songs ohne Ende schreiben.
Das neue Album erscheint auf Indie-Schwergewicht Sub Pop, die schon ganz anderen Gitarrenbands den Weg in die breite Öffentlichkeit geebnet hat. Ohne Abstriche an bessere Verwertbarkeit bleiben sie ihrem schrammeligen Low-Fi-Garagensound mit dem Country Twang treu und erzählen Miniaturgeschichten von Liebe, Verzweiflung und dem ganz normalen Wahnsinn dieser Welt. Manchmal reicht das für den ganz großen Wurf. Martin Rabitz, Trinity Music
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Django Django: „Doveland“ (Cloud Hills)
Doveland ist eine amerikanische Stadt, die es wahrscheinlich nie gab. Für Django Django wird sie zum Sehnsuchtsort eines imaginären Roadmovies. Das sechste Album klingt nach Americana durch britische Ohren: Bottleneck-Gitarren und Gospelchöre statt elektronischer Überdrehtheit. Ruhiger, fokussierter – aber zum Glück noch immer mit der Extraportion Exzentrik. Christian Seidl, Bild
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