Klaus J. Behrendt hört auf: Der „Tatort“ in Köln muss bald ohne Max Ballauf auskommen

Erst am Sonntag waren sie wieder im Einsatz als Kölner „Tatort“-Kommissare, zurück aus der Sommerpause: Freddy Schenk und Max Ballauf. Und kaum war dieser etwas müde, merkwürdig komplizierte Fall im „Prepper“-Milieu gelöst, hat der Schauspieler Klaus J. Behrendt, der den Ermittler Max Ballauf spielt, am Dienstagvormittag angekündigt, aufhören zu wollen.
„Die letzten Menschen aus Köln“, wie der „Tatort“ am vergangenen Sonntag hieß, war der 96. Fall von Ballauf und Schenk. Behrendt erklärte, die Hundert noch schaffen zu wollen und damit „pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum Lebewohl zu sagen“.
Das sei ihm schwer gefallen, teilte der WDR in einer Medienmeldung mit, aber den Entschluss, aufzuhören, trage Behrendt schon länger mit sich herum: „Jetzt freue ich mich darauf, mehr Zeit für meine Familie und mich zu haben. Auch wenn das nicht heißt, dass ich gar nicht mehr vor der Kamera stehen möchte.“
Tatsächlich stehen Behrendt und Dietmar Bär, der Darsteller von Freddy Schenk, seit 1997 im Dienst des Kölner „Tatorts“. Damals kam Ballauf aus den USA nach Köln und wurde Schenk als Chefermittler vor die Nase gesetzt, auf dass beide sich Folge für Folge zusammenraufen sollten.
Das hat ziemlich gut geklappt: Ballauf und Schenk gehören mit zu den beliebtesten „Tatort“-Kommissaren, auch jetzt noch, da sie doch schon sehr ergraut und gut in die Jahre gekommen sind.
Dass es auch das eine oder andere Tief gegeben hat, das eine oder andere schlappe Drehbuch, demonstrierte am Sonntag „Die letzten Menschen von Köln“: arg bieder ermittelten Ballauf und Schenk vor sich hin, und das sympathische Gefrotzel und Gemecker und Gekumpele zwischen beiden lief doch sehr auf Sparflamme.
Doch die Zahlen sprechen für Ballauf und Schenk: 7,38 Millionen Menschen haben diesen „Tatort“ am Sonntag gesehen, was der ARD einen Marktanteil von 30,8 Prozent bescherte.