Mehr Welterbe wagen!: In den Himmel, durch die Erde
Berlin und Brandenburg haben mit der Museumsinsel, den Schlössern und Gärten zwischen Pfaueninsel und Sanssouci, den Buchenwäldern in Grumsin, der als „Bauhaus“-Bau eingetragenen einstigen Gewerkschaftsschule in Bernau, der Museumsinsel und den nunmehr sieben Siedlungen der Moderne bereits einige Welterbetitel eingesammelt. Aber spekulieren wir weiter: Welche möglichen Welterbestätten gäbe es in Berlin und Brandenburg denn noch so zu finden?
Die Geschichte des Fliegens – angefangen bei Otto Lilienthal über Tempelhof, den Blockadebrecher-Flieger, Tegel und selbst den BER – ergibt eine lange Liste von gebauten Sensationen, die nur in Berlin so zu erleben sind. Man muss die gigantischen Braunkohlegruben in der Lausitz nicht mögen, aber die Klimageschichte wäre anders verlaufen ohne ihre Ausbeutung. Da sind die Denkmale der drahtlosen Kommunikation, im Anschluss an die Welterbestätte Langwellensender Grimton im schwedischen Varberg mit der Großfunkstelle in Nauen, dem Telegrafenberg in Potsdam, dem Funk- und dem Fernsehturm in Berlin.
Diese könnten aber auch als Aufhänger für ein Welterbe Funk- und Fernsehtürme sein – Stuttgart, Toronto, Tokio, vielleicht sogar Moskau. Oder als Anker für ein Welterbe Medienarchitektur – in Berlin sensationell vertreten mit dem Mosse-Haus, dem grandiosen Ullsteinhaus, dem einzigartigen Haus des Rundfunks, dem des RIAS, den wunderbaren Studios der DDR in der Nalepastraße und einigen Zeitungshäusern. Schade, dass das Haus des ersten deutschen Rundfunks am Alexanderplatz nicht mehr steht.