Dionne Warwick, Cara Delevingne und die Fehlfarben: Die besten Konzerte der Woche in Berlin
Schade, dass die Open-Air-Saison erst bei den Freibädern und den Freiluftkinos angekommen ist. Bei dem Prachtwetter hätte man das eine oder andere Konzert dieser Woche gerne unter den Sternen erlebt.
Bei unserer Konzertauswahl sind aber immerhin einige Acts dabei, die auf Venues mit Flair Wert gelegt haben: Dionne Warwick verabschiedet sich im Admiralspalast und John Kennedy spielt im Mikropol im Metropol. Cara Delevingne präsentiert sich zwar zwar in der Betonhalle des Silent Green, aber ein Stündchen auf dem Rasen vor dem historischen Ensemble des ehemaligen Krematoriums reißt es raus.
1 Conan Gray

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Mit 15 Jahren startete Conan Gray einen YouTube-Kanal, auf dem er Coversongs veröffentlichte. Mit der Zeit baute er sich eine große Anhängerschaft auf. Online veröffentlichte er Songs, bei denen er sich mit Gitarre oder Ukulele begleitete. Später mischte er mit Dance- und Electronic-Elementen ab und landete bei einer Popmusik, die den Subgenres Indie, Akustik und Bedroom zugeordnet wird.
Der mehrfach mit Platin ausgezeichnete Singer-Songwriter, der mit 27 Jahren als die Stimme der „Gen Z“ gilt, tourt nun zu seinem vierten Studioalbum „Wishbone“, das Intimität und Popkracher geschickt mischt. Mal sehen, wie das auf der großen Bühne funktioniert. Unterstützt von der australischen Singer-Songwriterin Esha Tewari.
2 Kiesza

Mit „Dancing and Crying: Vol. 3“ ist sie auf Europatournee , um die Grenzen der Dance-Musik weiter vorantreiben und als weibliche Künstlerin in diesem Genre ein Zeichen setzen.
3 Thomas Schwebel spielt Fehlfarben

Der Besetzungswechsel markiert einen stilistischen Umbruch. „33 Tage in Ketten“ verbinden Elemente aus Post-Punk, New Wave und Rock. Texte und Klang erzeugen eine dichte, beunruhigende Atmosphäre mit mehr Dramatik und Aufruhr als das Vorgängeralbum. Ein eher melancholischer Song wie „Paul ist tot“ wäre hier fehl am Platze gewesen.
Zur Wiederaufführung, 45 Jahre später, holt sich Thomas Schwebel Peta Devlin und Rick McPhail (ex Tocotronic) sowie Gunther Buskies (Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen) auf die Bühne, um diesen Klassiker live in Gänze aufzuführen. Fehlfarben nur mit Thomas Schwebel, ohne Peter Hein, das geht auch.
4 John Kennedy

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Songs wie „I Say A Little Prayer“, „Heartbreaker“, „I‘ll Never Love This Way Again,“ „Yours,“ oder „All The Love In The World“ – nur ein Auszug von Hits, die die 60 Jahre andauernde Karriere von Dionne Warwick mit über 120 Millionen verkauften Tonträgern prägten. Nun kommt die 85-jährige Cousine der verstorbenen Whitney Houston unter dem Moto „One Last Time, Germany!“ für zweiAbschiedskonzerte nach Berlin. Begleitet wird sie von der Klassischen Philharmonie Nordwest, geleitet von Steffen Drabek von den Bremer Philharmonikern.
Die im US-amerikanischen New Jersey geborene Dionne Warwick wurde im Jahr 1964 mit dem Song „Walk On By“ über Nacht zum Star. Der große Burt Bacharach hatte das Lied für sie geschrieben. Eine jahrzehntelange Zusammenarbeit begann.
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Gerade noch in Cannes auf dem Roten Teppich, jetzt in Berlin im Silent Green: Cara Delevingne, das Multitalent, das die Grenzen zwischen Mode, Film („Carnival Row“) und Musik verwischt. Ihre musikalische Laufbahn reicht bis in ihre Jugend zurück. Sie lernt Gitarre und Klavier und schreibt früh eigene Songs.
Mit „I Feel Everything“, dem poppig-soul-jazzigen Soundtrack zu Luc Bessons „Valerian and the City of a Thousand Planets“, erreichte sie 2017 erstmals ein größeres Publikum. Delevingnes Musik ist recht schwer zu verorten. Mit neuen Songs wie „I Forgot“ treibt sie ihre Musikkarriere weiter voran.