Berliner Konzerthaus startet sein „Anfangen“-Festival: Wenn Agit-prop zärtlich klingt

Es geht los mit einer Viertelstunde Verspätung. Bei der Bahn wird so etwas entschuldigt mit Bereitstellungsdefiziten, etwa dem Abhandenkommen des Lokführers. Im Konzerthaus sind alle pünktlich zur Stelle. Musiker und Publikum sitzen am Platz, auch der neue Konzerthaus-Lokführer Tobias Rempe ist eingetroffen, er hält, bevor die Musik anfängt, noch rasch eine Rede über die Probleme des Anfangens. Rempe ist einer jener Klassikmanager neuen Typs, die sowohl Rezeption wie auch Repertoire grundstürzend renovieren oder, besser gesagt, auf ein neues, zukunftsfähiges Gleis schieben wollen. Sie erfinden entsprechend neue Formate.