Özge Inans Roman „Die Dichterin“: Armut und Klasse verkaufen sich blendend

Spandau kann ganz schön weit weg sein von Berlin. Um nicht auch zu sagen: Es ist ein exotischer Ort. So wie es eine der beiden Hauptfiguren in Özge Inans Roman tut, die Journalistin Nazanin Esfahani, die gerade mal noch die U‑ und S-Bahnstation Jungfernheide kennt. Aber sie ermahnt sich selbst, dass das Wort „exotisch“ vielleicht nicht angebracht sei und „aus der Mode gekommen war wegen Diskriminierung und allem“.