Waldbrände im Hitze-Sommer: Experten fordern Waldumbau wegen Waldbrand-Inferno

  • Waldbrand-Inferno im Hitzesommer 2026
  • Experten fordern Waldumbau mit mehr Mischwäldern
  • Forstwirtschaft muss umdenken – Klimawandel gestattet keinen Aufschub

Vor dem Hintergrund schwerer Waldbrände in Deutschland und Belgien im Sommer 2026 drängt der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates auf eine zügigere Umgestaltung der heimischen Wälder. Christian Haase, zugleich CDU-Bundestagsabgeordneter, machte im “Deutschlandfunk” deutlich, dass mehr Vorsorge nötig sei.

Waldbrand-Inferno im Hitze-Sommer 2026: Waldumbau duldet keinen Aufschub

“Und das heißt für uns als Waldbesitzende: Waldumbau, Waldumbau, Waldumbau”, betonte Haase. Die Abkehr von reinen Nadelholzbeständen sei dringend geboten. Stattdessen müssten verstärkt Mischwälder entstehen, die widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Feuer sind. “Wir müssen Pflanzen pflanzen”, forderte der Forstwirtschaftsrats-Präsident und verwies auf die Notwendigkeit, klimaresistentere Baumarten großflächig einzusetzen.

Experten für Forstwirtschaft plädieren für mehr Mischwälder und weniger Nadelwälder

Besonders besorgniserregend ist nach Einschätzung von Haase, dass Brände inzwischen auch in Gebieten ausbrechen, die eigentlich als niederschlagsreich gelten. Dass selbst in solchen “nassen Gebieten” Feuer um sich greifen, sei ein klares Indiz dafür, wie stark der Klimawandel bereits fortgeschritten sei.

Diese Entwicklung unterstreicht nach Ansicht des Forstwirtschaftsrats-Präsidenten, dass bisherige Maßnahmen zur Vorsorge nicht ausreichen. Die zunehmende Trockenheit mache auch bislang weniger gefährdete Waldgebiete anfällig für Brände – ein Trend, der den Handlungsdruck auf Waldbesitzer und Politik weiter erhöht.

Waldbrände werden immer verheerender, doch der Waldumbau braucht Zeit

Der Umbau der deutschen Wälder ist bereits seit Jahren im Gange, doch Haase zufolge wird der Prozess noch mindestens ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen. Bestehende gesunde Waldbestände könnten nicht einfach großflächig gerodet werden. “Man ist überall dabei, Jungpflanzen zu setzen”, erklärte der CDU-Politiker.

Dabei spiele der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle: Werden die jungen Bäume zum falschen Zeitpunkt gepflanzt, gehen sie wieder ein. “Also sind das Prozesse, die eine ganze Zeit lang brauchen, und wir müssen sie schneller angehen”, mahnte Haase.

Wir empfehlen außerdem:

loc/kns/roj/news.de/dpa/stg