Quartier 206 zum Schleuderpreis: Die Friedrichstraße steckt weiter in der Krise

Das Quartier 206 liegt grandios, zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt. Und doch ist es derzeit eine Risiko-Immobilie. Zwar will das Amtsgericht erst in dieser Woche entscheiden, aber zur Zwangsversteigerung am Freitag wurden nur zwei Gebote eingereicht: eines für 39 Millionen, das andere für 40 Millionen. Bei einem Verkehrswert von 187 Millionen. Den Investoren drohen Riesenverluste.
Seit 2011 steht die Anlage unter Zwangsverwaltung, ist seit 2017 weitgehend leergezogen. Dabei war der Bau mit seiner dekorativ-zackigen Erkerfassade, der weit geschwungenen Auftritts-Treppe ins Tiefgeschoss, den vielen neureich wirkenden Details, entworfen vom New Yorker Büros I. M. Pei, Cobb, Freed & Partners, zur Eröffnung 1997 Symbol des Anspruchs Berlins, auch Luxus-Hauptstadt sein zu wollen. Doch nur wenige Jahre funktionierte das Bild.