Eurovision Song Contest: Ableger in Asien geplant

Der Eurovision Song Contest expandiert nach Asien: Wie die European Broadcasting Union (EBU) mitteilte, wird die erste Ausgabe in Bangkok stattfinden. An dem für den 14. November geplanten Wettbewerb wollten unter anderem Malaysia, Südkorea, Thailand, die Philippinen und Vietnam teilnehmen. Weitere Länder sollen in den kommenden Monaten folgen.

Wie beim Original-ESC werden die auftretenden Acts in nationalen Vorentscheiden ermittelt. Halbfinals werden aufgrund des kleineren Teilnehmerfeldes beim Eurovision Asia nicht nötig sein. Das Reglement einschließlich der Mischung aus Jury- und Publikumsvoting wird im Wesentlichen vom Mutterwettbewerb übernommen.

Martin Green, Eurovision Song Contest Director, sagte: „Es geht darum, den Eurovision Song Contest gemeinsam mit Asien weiterzuentwickeln und etwas zu schaffen, das die Stimmen, Identitäten und Ambitionen der Region widerspiegelt, während wir dem treu bleiben, was den Wettbewerb seit jeher so besonders macht.“

Die EBU erhofft sich bis zu 600 Millionen Zuschauende von ihrem Ableger. Der ESC erreicht bisher weltweit über 160 Millionen Menschen.

Seit 2008 gab es bereits vereinzelte Versuche einer ESC-Expansion nach Asien, die allerdings alle scheiterten. Seit 2015 nimmt Australien, wo es eine besonders treue Fangemeinde gibt, an dem 1956 erstmals ausgetragenen Musikwettbewerb teil. Das Land könnte nun bei beiden Versionen ins Rennen gehen.

Die neue Show wird unter dem ESC-Motto „United by Music“ stehen und in Kooperation mit Voxovation, S2O Productions und dem thailändischen Sender Channel 3 realisiert. Sie kann weltweit auf dem offiziellen Eurovision-Youtube-Kanal verfolgt werden.