Todesfall: Eiskunstlauf-Trainerikone mit 97 Jahren gestorben

Die Eiskunstlauf-Trainerlegende John Nicks ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Das teilte der amerikanische Eiskunstlaufverband mit. „Die Eislaufgemeinschaft hat mit dem Tod von John Nicks einen großartigen Botschafter verloren“, sagte Geschäftsführer Matt Farrell. Nicks sei bereits am Dienstag gestorben.

Der renommierte Trainer wurde am 22. April 1929 im englischen Brighton geboren. Er begann im Alter von neun Jahren mit dem Eislaufen, unter anderem weil sein Vater in seinem Einzelhandelsgeschäft Schlittschuhe verkaufen wollte. Mit seiner jüngeren Schwester Jennifer holte Nicks 1953 für Großbritannien Gold bei den Weltmeisterschaften im Paarlaufen. Nach dem WM-Titel beendeten sie ihre Karriere.

Mehr als 1.200 Läuferinnen und Läufer trainiert

Bekanntheit erlangte Nicks aber vor allem als Coach. Er trainierte nach Angaben des US-Verbands mehr als 1.200 Läuferinnen und Läufer. Dazu zählten unter anderem auch die Olympiasiegerinnen Peggy Fleming und Kristi Yamaguchi aus den USA.

Auch im hohen Alter feierte Nicks als Trainer noch Erfolge, etwa mit der US-Amerikanerin Sasha Cohen Olympia-Silber 2006 sowie mit ihrer Landsfrau Ashley Wagner, die 2014 Team-Bronze bei Olympia gewann. „Herr Nicks, Sie waren ein Champion-Macher. Ich werde für die Zeit mit Ihnen für immer dankbar sein“, schrieb Wagner bei Instagram nach dem Tod ihres damaligen Trainers.

„John hat Generationen amerikanischer Eiskunstläufer geprägt, und sein Einfluss reichte weit über die Meister hinaus, die er trainiert hat“, erklärte Farrell. Nicks wurde im Jahr 2000 in die weltweite Hall of Fame des Eiskunstlaufens aufgenommen. Der Trainer selbst verwies bei seinen Erfolgen vor allem auch auf seine Athletinnen und Athleten: „Ich weiß nicht, warum, aber ich hatte das Glück, viele sehr talentierte Menschen trainieren zu dürfen“, sagte er einmal in einem Interview mit der „Los Angeles Times“.

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