Diamond League: Duplantis jubelt nach Fauxpas wieder – Deutscher Sieg

Stabhochsprung-Ausnahmekönner Armand Duplantis hat sich nach seiner überraschenden Niederlage wieder wie gewohnt als Sieger präsentiert. Der Schwede gewann beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Paris mit klarem Vorsprung und einer Höhe von 6,13 Metern. Die Weltrekordhöhe von 6,32 war an diesem Abend in Paris allerdings nicht drin. 

Der Erfolg war dem zweimaligen Olympiasieger nach dem zweiten Platz Anfang des Monats sichtbar besonders wichtig. Der 26-Jährige war ausgerechnet in Schweden erstmals nach 40 Siegen in Folge nicht Erster geworden.

Bebendorf siegt, Mabry Zweite

Einen Monat nach dem Europarekord von Frederik Ruppert, der in 7:57,80 Minuten als erster Europäer unter der 8-Minuten-Marke geblieben war, gewann Karl Bebendorf in der persönlichen Bestzeit von 8:05,55 Minuten über 3000 Meter Hindernis. Beide deutsche Läufer sind Titel- und Medaillenkandidaten beim Saisonhöhepunkt, den Europameisterschaften vom 10. bis 16. August in Birmingham.

„Nach Rupperts Europarekord war es mein Ziel, den Rückstand auf ihn wieder zu verringern. Letztes Jahr lief er 8:01 und ich 8:08 Minuten – also ein Abstand von sieben Sekunden“, sagte Bebendorf. „Dieses Jahr ist der Unterschied genauso groß. Damit muss ich zwar leben, aber ich möchte näher herankommen – und er hat mir gezeigt, wie das geht.“

Mit überzeugenden 19,93 Metern belegte Yemisi Mabry, die unter ihrem Mädchennamen Ogunleye einige Kilometer entfernt in Paris Olympiasiegerin geworden war, im Kugelstoßen Platz zwei. Sechs Zentimeter fehlten zu Siegerin Sarah Mitton (Kanada).

Lyles verliert – ein Weltrekord wackelt mehr und mehr

Wie zuletzt Duplantis musste der amerikanische Olympiasieger Noah Lyles eine überraschende Niederlage hinnehmen. In 9,92 Sekunden belegte der 28-Jährige hinter Staffel-Weltmeister Trayvon Bromell Rang zwei. Der 30-Jährige war eine Hundertstelsekunde schneller als Lyles.

Über 800 Meter kam die Schweizerin Audrey Werro dem Uralt-Weltrekord mit der besten Zeit seit über vier Jahrzehnten ein weiteres Stückchen näher. Die 22-Jährige gewann ihr Rennen in 1:53,80 Minuten. Den Weltrekord hatte die Tschechin Jarmila Kratochvílova mit 1:53,28 Minuten am 26. Juli 1983 in München aufgestellt. In einem schnellen Rennen liefen auch die vier hinter Werro platzierten Läuferinnen persönliche Bestzeiten.

Reaktion auf Hitzewelle

Aufgrund der Hitzewelle fand das Meeting in angepasster Form statt. Es gab unter anderem einen angepassten Zeitplan, zudem wurde die medizinische Betreuung ausgebaut.

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