Zwei Siege in Mannheim – der Trumpf sticht

Das Frauenteam der Eisbären Juniors Berlin sicherte sich durch zwei Auswärtssiege beim direkten Konkurrenten Mad Dogs in Mannheim zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde Platz vier in der Deutschen Frauen-Eishockey Liga (DFEL). Die Eisbärinnen gewannen am Samstag in der kleinen Eishalle der SAP-Arena mit 5:4 und ließen am Sonntag einen 6:0-Sieg folgen. Damit qualifizierte sich das Team von Cheftrainer Daniel Bartell für das Finalturnier am 13. und 14. März 2021 im Bundesleistungszentrum in Füssen.

Was sich sehr souverän und eindeutig liest, war am Samstag eine absolute Achterbahnfahrt für die Nerven der Berlinerinnen. Sie führten bis zur 32. Minute durch zwei Treffer von Jungnationalspielerin Annabella Sterzik und einen von Importspielerin Stephanie Keryluk (bei einem Gegentreffer) mit 3:1. Dann aber kamen die Mannheimerinnen auf und drehten innerhalb von zehn Minuten die Partie zum 3:4.

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Berlin aber blieb ruhig und schlug zurück. Verteidigerin Franziska Brendel glich in der 48. Minute zum 4:4 aus. Sie sagte hinterher: „Wir sind super ins Spiel gestartet. Dann in Rückstand zu geraten ist natürlich nicht einfach und man konnte eine leichte Nervosität spüren. Da wir aber wussten, dass wir das bessere Team sind, haben wir nicht aufgegeben und konnten uns unser Spiel zurückholen.”

Passt. Thea-Marleen Bartell (links) und Anna Nix hatten (wie hier bei einem Sieg in Ingolstadt) in dieser Saison oft Grund zur…Foto: imago images/Johannes Traub

Zwei Minuten und 55 Sekunden vor Schluss stach der neue Trumpf der Berlinerinnen, Theresa Knutson. Die US-amerikanische Stürmerin spielte vorletzte Saison noch für Mannheim und lief am Samstag erstmals als Gast in der Arena auf. Für genau solche Tore wie das 5:4 hatten die Eisbärinnen sie vor vier Wochen verpflichtet.

Am Sonntag dann legte die 24-jährige Importspielerin direkt nach. Bereits nach 45 Sekunden gelang ihr der 1:0-Führungstreffer und in der 10. Minute das 2:0. Diesen Treffer hatte ihr Verteidigerin Brendel aufgelegt. Von da an marschierte die Mannschaft. „Unsere ersten zwei schnellen Tore haben uns super ins Spiel gebracht, sodass es nach zwei Dritteln 6:0 stand, womit man etwas leichter ins letzte Drittel gehen kann”, erzählt die gebürtige Augsburgerin Brendel. „Natürlich kann im Eishockey aber alles passieren, deshalb mussten wir bis zum Ende konzentriert bleiben.”

Vor dem Finalturnier stehen nun noch zwei Auswärtspartien in Memmingen an

Torhüterin Lilly Günther hielt hinten den, zugegeben eher rarer gesäten, Mannheimer Schüssen stand, blieb im gesamten Match ohne Gegentor und vorne trafen Kapitänin Anna-Maria Nickisch (30.), Annabella Sterzik (32.), Paula Nix  (34.) und Stephanie Keryluk (37.).

Vor dem Finalturnier stehen nun noch zwei bedeutungslose Auswärtspartien am kommenden Wochenende in Memmingen an. Zwei gute Tests für die Partien beim Finalturnier. Hierfür ist der ECDC Memmingen ebenso qualifiziert, wie der ERC Ingolstadt und der ESC Planegg. Im direkten Duell der beiden Spitzenteams werden am nächsten Wochenende auch die Halbfinalgegnerinnen der Berlinerinnen ermittelt.