Wir jubeln uns durch die Krise

Am 20. März feiert die Welt den Internationalen Tag des Glücks. 2013 wurde dieser Feiertag der Freuden von den Vereinten Nationen eingeführt. Im März 2021 lässt sich böse sagen: Sie ahnten damals nicht, was sie da taten. Mit Spannung erwarten wir auch den Weltglücksreport des Jahres. Wild Guess: Womöglich steht es mit der Zufriedenheit in allen Teilen der Welt nicht mehr so ganz gut wie 2019, auch Deutschland könnte betroffen sein.

Denn das Land lebt unter einer Angstglocke, die Menschen werden unter Druck gesetzt und Verboten ausgesetzt. Alles im Sinne der Vernunft und für eine glückliche Zukunft, von der niemand weiß, wann sie denn beginnen wird. Die Coronakrise ist ein Hürdenlauf, bei dem nicht klar ist, wie lang die Strecke ist. Wie erfrischend einfach ist hingegen der Sport, den wir noch betreiben dürfen.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräteherunterladen können]

Körperliche Anstrengung ist ein Schlüssel zur Zufriedenheit, doch auch der Sport im Kopf ist für Glücksgefühle gut. Die deutsche Business-Glücksexpertin Maike van den Boom hat jetzt zum Beispiel ergänzend zur Morgengymnastik empfohlen: Die Arme in Siegerpose gen Zimmerdecke recken! Jubeln! Das hilft ihr zufolge, positive Areale im Gehirn zu trainieren. Stellen wir uns also vor, unser Lieblingsklub hat gerade das wichtigste Tor der Saison erzielt (Hertha-Fans dürfen lauter als alle anderen jubeln).

Oder feiern wir den von uns just aufgestellten neuen Weltrekord über 110 Meter Hürden. So beginnt jeder Tag mit Freude. Oder lachen wir uns auch nur sportlich kaputt über derlei Vorschläge – und sind damit auch für einen Augenblick – glücklich.