Wer hat einen Antritt wie Usain Bolt?

Wo wird es langsam Zeit?

Beim FSV Mainz 05. Und zwar für Punkte. Die Mainzer sind die einzige Mannschaft von der Bundes- bis zur Regionalliga, bei denen auf der Habenseite eine Null aufleuchtet. Trainer Achim Beierlorzer verlor mit dem Team zweimal. Dann musste er gehen, nachdem es zuvor höchst turbulent zugegangen war: Die Mannschaft hatte das Training bestreikt, weil die Vereinsführung Stürmer Adam Szalai in die zweite Mannschaft verbannt hatte. Das Traineramt übernahm Beierlorzers bisheriger Assistent Jan-Moritz Lichte. Auch mit ihm gab es zwei Niederlagen. Nun also die nächste Chance, am Samstag um 15.30 Uhr gegen Borussia Mönchengladbach.

Wer ist schnell unterwegs?

Christian Gebauer. Wechseln wir daher aus dem Tabellen-Tal weit nach oben in die Berge. Auf einen Bauernhof in Tirol, in der Nähe des Großglockners. Dort ist Arminia Bielefelds Mittelfeldspieler Gebauer aufgewachsen. „In 1290 Metern Höhe“, wie er unlängst dem „Westfalen-Blatt“ erzählte. Fußball gespielt hat der kleine Christian schon früh, meist mit seinem älteren Bruder vor dem Haus. Und wenn der Ball Richtung Tal gerollt ist, wurde der Kleine losgeschickt. „Dann bin ich halt gelaufen“, sagt Gebauer. Das hat sich ausbezahlt. Der 26 Jahre alte Österreicher ist auf 30 Metern einst in 3,75 Sekunden gestoppt worden – Usain Bolt brauchte bei seinem 100-Meter-Weltrekord 2009 in Berlin 3,78 Sekunden für die ersten 30 Meter. Am Sonntag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) wird Gebauer seine Schnelligkeit aber wohl erst einmal nicht einbringen können, vermutlich sitzt er auf der Ersatzbank.

Wo wird ausdauernd an Serien gearbeitet?

Da wären wir bei Bielefelds Gegner Wolfsburg. Der VfL sorgt für erfreute Gesichter bei allen, die Statistik mögen: vier Spiele, vier Unentschieden, vier Punkte. Und in den Spielen fielen insgesamt wie viele Tore? Na klar, vier. In ausführlicher Form: 0:0, 1:1, 0:0, 1:1. Das sieht nicht unbedingt nach einem 5:5 gegen Bielefeld aus. Aber im Fußball ist alles möglich. Siehe nächste Frage.

Wer glaubt fest dran?

Naldo. An eine Chance des FC Schalke 04 am Samstag ab 15.30 Uhr bei Borussia Dortmund. „Im Derby kann alles passieren“, hat der ehemalige Abwehrspieler und jetzige Co-Trainer sich und seinen Teamkollegen im Vorfeld via Sky Mut gemacht. Dem ist wenig entgegenzusetzen. Von 6:1 für Schalke über 4:4 bis 7:0 für Dortmund war in der Bundesliga schon alles dabei, wenn sich die beiden ewigen Revierrivalen trafen. Dass Schalke diesmal als Vorletzter mit einem Punkt und 2:16 Toren anreist, mag die Chancen nicht unbedingt erhöhen. Aber es ist Derby – und da kann schließlich alles passieren.

Und sonst?

Wird am Samstag ein Meistertitel vergeben. Um 15.45 Uhr treffen auf dem Domplatz in Magdeburg der FC St. Pauli und Rekordmeister MTV Stuttgart im Finale der Blindenfußball-Bundesliga aufeinander. Die Hamburger sind die großen Finalexperten der jüngeren Vergangenheit: 2017 gewannen sie das Endspiel, 2018 und 2019 verloren sie es.