Unwetter-Warnung im Februar 2021: Verkehrsminister Scheuer warnt: Am Montag lieber zu Hause bleiben!

Eisige Kälte, Schneestürme und Glatteis: In Teilen Deutschlands sind Räumtrupps und Feuerwehren bereit für einen der größten Einsätze seit Jahren. Der erste Eisregen fiel bereits am Samstagabend in Teilen Nordrhein-Westfalens und sorgte für glatte Straßen. Über einige Regionen Bayerns wehte tagsüber dagegen Saharastaub und trübte den Himmel. Bis in die Nacht zum Montag hinein ist dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit extremem Schneefall und Schneeverwehungen in Teilen Deutschlands zu rechnen. Straßen und Schienen könnten nicht mehr befahrbar sein. Einzelne Zugverbindungen im Norden wurden bereits vorsorglich gesperrt.

Schneewalze droht! Bis zu 60 Zentimeter Neuschnee erwartet

Laut “The Weather Channel”-Meteorologe Jan Schenk könne es zu extremen Schneefällen mit Neuschnee von bis zu 60 Zentimeter kommen. Wie weit die Polarluft im laufe des Wochenendes nach Süden vorstößt oder ob sie sich nur im Norden festsetzt, können die Wettermodelle derzeit noch nicht sicher sagen.”Es ist nicht ausgeschlossen, dass Norddeutschland den heftigsten Wintereinbruch seit der Schneekatastrophe von 1978/79 erlebt”, so Meteorologe Jan Schenk.

Unwetter in Deutschland – Wetter aktuell im Februar 2021

+++ Flughafen BER kämpft gegen Schnee und Eis – Einige Verspätungen +++

Der Hauptstadt-Flughafen BER hat sich am Wochenende seiner ersten harten Winter-Bewährungsprobe stellen müssen. “Wir räumen, räumen, räumen”, sagte eine Flughafensprecherin am Sonntag in Berlin. Insgesamt seien 40 Spezialfahrzeuge und -geräte gegen Schnee und Eis im Einsatz. Geräumt werde auf einer Fläche von 350 Hektar auf der nördlichen Start- und Landebahn, den Rollwegen und dem Vorfeld.

Je Schicht seien 40 Mitarbeiter unterwegs. Bis Sonntagnachmittag sei alles problemfrei gelaufen, sagte die Sprecherin. Lediglich einige Flüge hätten wegen der Räumungsarbeiten Verspätungen zwischen zehn und 45 Minuten. Flugzeuge mussten enteist werden. Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet der BER zur Zeit einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Starts und Landungen. Im Januar waren es rund 4000 – annähernd 80 Prozent weniger im Vergleich zum Januar 2020 mit fast 20 000 Flugbewegungen auf den Berliner Flughäfen.

+++ Kälte-Hammer friert Deutschland ein: Extrem-Wetter hält weiter an +++

Wer gehofft hatte, dass sich das Extrem-Wetter nach dem Schneesturm am Wochenende aus Deutschland verabschieden würde, der hat sich geirrt. Auch in der kommenden Woche hat der Winter Deutschland fest im Griff. Polarwirbel sorgen für extreme Kälte. Wetter-Experten warnen vor bis zu minus 20 Grad. Die ausführliche Wetter-Prognose finden Sie hier.

+++ Verkehrsminister Scheuer: Am Montag lieber zu Hause bleiben +++

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat den vom Schneechaos betroffenen Menschen in Deutschland geraten, am Wochenbeginn besser zu Hause zu bleiben. Man könne nicht garantieren, im Laufe des Montags den Bahnverkehr wieder zum Laufen zu bekommen, sagte Scheuer nach einer Lagebesprechung am Sonntag bei “Bild live”.

Das Thema Glatteis werde weniger, aber der Schnee höre nicht auf. Der Wind mache “megamäßig” Probleme, vor allem mit Schneeverwehungen. Betroffen seien auch die Autobahnen und die Bahn. Das heiße, in Absprache mit dem Arbeitgeber “lieber zu Hause bleiben”, so der Minister. Heftige Schneefälle hatten am Sonntag den Bahn- und Straßenverkehr teilweise lahmgelegt.

+++ Wetterdienst: NRW-Unwetterwarnung wird wohl gegen 21 Uhr aufgehoben +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass die Unwetterlage im Norden Nordrhein-Westfalens am Sonntagabend gegen 21.00 Uhr endet. Der Schneefall schwäche sich allmählich ab, sagte Maria Hafenrichter vom DWD in Essen am Nachmittag. Verwehungen seien wegen kräftigen Windes im nördlichen Münsterland und in Ostwestfalen weiterhin möglich. Am Abend werde der Wind aber nachlassen. Allerdings werden in der Nacht auf Montag in Westfalen neue, mäßige Schneefälle mit fünf bis zehn Zentimetern Neuschnee erwartet. Hafenrichter sprach jedoch von einer “deutlichen Wetterberuhigung”.

+++ Wind schiebt Zwillingskinderwagen in Teich – Mutter rettet Kinder +++

Ein Zwillingskinderwagen ist wegen des starken Windes in einem Garten in Hamburg ins Rollen gekommen und in einen Teich gefahren. Dabei sei einer der 22 Monate alten Jungen mit dem Kopf kurz unter Wasser geraten, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in Hamburg. Die Mutter habe ihr Kind sofort aus dem Teich gezogen. Ein Nachbar habe sich den zweiten Jungen geschnappt, der nur mit dem Unterkörper in dem eiskalten Wasser gelandet war. Die Kinder seien direkt in die Wohnung gebracht und versorgt worden. Ein mit dem Rettungshubschrauber eingeflogener Notarzt habe anschließend die Zwillinge in Augenschein genommen und keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt.

Die Mutter sei nur einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen, als sich der Doppelwagen bedingt durch den Wind in Bewegung setzte und auf dem leicht abschüssigen Gelände in Hamburg-Nienstedten Fahrt aufnahm, sagte der Polizeisprecher weiter. Die Mutter sei sofort hinterher gerannt und ins Wasser gegangen, um ihre Kinder zu retten.

+++ Deutsche Bahn stellt Nahverkehr in Westfalen weitgehend ein +++

Wegen des Schnee-Unwetters hat die Deutsche Bahn ihren Nahverkehr in Westfalen bis auf wenige Ausnahmen eingestellt. Wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte, fallen bis auf weiteres witterungsbedingt folgende Linien aus: RE2, RE17, RE18, RE42 sowie zahlreiche Regionalbahn- und S-Bahn-Linien. Hinzu kamen Oberleitungsstörungen auf den Strecken zwischen Duisburg und Krefeld, Hagen und Wuppertal, Witten und Hagen sowie Duisburg und Essen. Auf betroffenen Streckenabschnitten seien derzeit keine Zugfahrten möglich, es komme zu Verspätungen und Teilausfällen. “Bisher haben wir leider keine Informationen zur Dauer der Störung”, hieß es.

+++ Sechs Menschen aus Schwebebahn in Wuppertal befreit+++

Einsatzkräfte haben sechs Menschen aus einer Schwebebahn in Wuppertal befreit. Die Bahn konnte durch das eisige Wetter nicht mehr fahren und sei stehen geblieben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Sonntag. Die Fahrgäste wurden mit Drehleitern aus luftiger Höhe befreit. Alle seien unverletzt. Wann die Bahn wieder fahren würde, konnte der Sprecher nicht sagen.

+++ Mehr als 55 Sattelzüge hängen bei Eis und Schnee fest +++

Wegen starken Schneefalls bei Minustemperaturen ist der Lastwagenverkehr auf den Autobahnen in Osthessen in der Nacht zum Sonntag zeitweise zum Erliegen gekommen. Mehr als 55 Sattelzüge hätten aufgrund der glatten Fahrbahn und ihres Gewichts die Steigungen nicht überwinden können, teilte die Polizei in Bad Hersfeld am Sonntag mit.

In der Steigungsstrecke im Knüllwald zum 448,1 Meter hohen Pommer in Richtung Kassel sei der Verkehr von Mitternacht bis vier Uhr morgens komplett zum Erliegen gekommen. 35 Sattelzüge hatten sich auf allen drei Fahrspuren aufgrund der Schneeglätte festgefahren. Mehrere Streifen der Autobahnpolizei und Streufahrzeuge konnten den Verkehr nach vier Stunden wieder zum Fließen bringen. In der Gegenrichtung war die Steigungsstrecke zum Pommer für etwa zwei Stunden blockiert – zehn Sattelzüge hatten sich festgefahren.

Etwa zehn Sattelzüge waren zuvor an der Autobahn 7 nahe Kirchheim liegen geblieben. Die anderen Fahrbahnen hätten weiter befahren werden können. Die Steigung nach Friedewald auf der Autobahn 4 konnten ebenfalls mehrere Sattelzüge nicht überwinden. Sie blockierten die Autobahn aber nicht vollständig.

+++ DWD warnt: Schneesturm noch nicht vorbei, Sturmböen bis 70 km/h +++

Bis zu 32 Zentimeter Neuschnee, Windböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und meterhohe Verwehungen: Der erwartete Schneesturm hat vor allem die Mitte Deutschlands getroffen – und er ist noch nicht ausgestanden. “Hotspots sind der Niederrhein, das Münsterland, Ostwestfalen, das nördliche Thüringen, das südöstliche Niedersachsen und das südliche Sachsen-Anhalt”, sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntagmorgen.

“Der Schneesturm ist noch nicht vorbei.” Mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee, lokal auch bis zu 20 Zentimetern müsse im Laufe des Sonntags noch gerechnet werden. Der Wind halte auch weiterhin an mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. “Das ist auf keinen Fall durchgestanden. Damit müssen wir bis heute Abend warten.”

Der Norden von Nordrhein-Westfalen, das südliche Niedersachsen, das nördliche Thüringen und Sachsen-Anhalt seien in den nächsten Stunden besonders betroffen. In der Nacht werde es im Norden Bayerns, im Süden Thüringens und in Südwest-Sachsen schneien. Die Meteorologen rechnen mit 10 bis 25 Zentimetern Neuschnee in zwölf Stunden. “Aber ohne dicke Winde.”

+++ Lage auf NRW-Autobahnen spitzt sich durch Schneeverwehungen zu +++

Heftige Schneeverwehungen sorgen in Teilen Nordrhein-Westfalens zunehmend für Probleme auf den Autobahnen. Einige Strecken waren gesperrt, anderswo ging es nur im Schneckentempo voran. Auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold ordneten die Behörden ein Fahrverbot für Lastwagen ab 7,5 Tonnen an. Es gelte vorerst bis 12.00 Uhr, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am Sonntagmorgen.

In Bielefeld sperrte die Polizei die Autobahn 2 am Bielefelder Berg. Weil starker Wind immer neuen Schnee auf die Fahrbahn wehte, kamen die Räumfahrzeuge nicht hinterher. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld bereits gewarnt, dass vor allem Schneeverwehungen zu Problemen führen könnten. Ein starker Ostwind wehte den vielen Neuschnee aus der Nacht immer wieder auf die gerade geräumten Fahrbahnen.

Auch im Bielefelder Stadtgebiet waren zahlreiche Straßen nicht passierbar. Autos seien in tiefen Schneewehen steckengeblieben, berichtete ein dpa-Fotograf.

Auf vielen Autobahnen vor allem im Münsterland, in Ostwestfalen und im Ruhrgebiet kam es nach Angaben der Verkehrszentrale NRW zu Staus und Verzögerungen – Autos konnten vielerorts nur sehr langsam fahren. “Wo der Räumdienst war, türmt sich kurze Zeit später wieder der Schnee”, berichtete eine dpa-Reporterin aus dem Kreis Minden-Lübbecke im äußersten Nord-Osten Nordrhein-Westfalens.

+++Berlin, Hamburg, NRW: Schneefall behindert Fernverkehr der Bahn +++

Wegen heftiger Schneefälle kommt es am Sonntag auch im Fernverkehr der Bahn zu größeren Einschränkungen. Züge verkehrten derzeit nicht zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Hamburg und Hannover – zwischen Hamburg und Berlin komme es zu Einschränkungen, wie die Deutsche Bahn am Morgen mitteilte. Nicht vom Fernverkehr angefahren werde die Region Leipzig/Halle. “Besonders starker Wind und Schneeverwehungen machen den Einsatzkräften zu schaffen.”

In NRW und Niedersachsen war bereits zuvor von Problemen im Regionalverkehr berichtet worden. «In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ist der Zugverkehr durch starken Schneefall beeinträchtigt» hieß es nun weiter. Die Situation an den Bahnhöfen sei aber ruhig. Die meisten Menschen hätten sich an die Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes gehalten und seien zuhause geblieben.

+++ Wintereinbruch führt zu 222 Unfällen in NRW +++

Dichter Schneefall und Glätte haben am Wochenende den Verkehr in Nordrhein-Westfalen teilweise lahmgelegt. Seit Samstagnachmittag sei es zu bislang 222 Unfällen aufgrund des Wetters gekommen, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei am frühen Sonntagmorgen. Dabei seien zwei Menschen schwer und 26 leicht verletzt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf etwa eine Million Euro. Der “WDR” hatte zuvor berichtet.

In Münster wurde wegen der starken Schneefälle ein Fahrverbot für Lastwagen ausgesprochen. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei am Sonntagmorgen. Außerdem wurde der gesamte Busverkehr vorerst eingestellt.

Die Winterdienste waren in Nordrhein-Westfalen auf einen der größten Einsätze seit Jahren eingestellt. Behörden hatten appelliert, dass Autofahrer, wenn überhaupt nötig, nur mit vollem Tank, Winterreifen und Decken zum Wärmen loszufahren sollten.

+++ Eisregen-Alarm und Schneechaos: Alarmstufe Rot in DIESEN Regionen +++

In Teilen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Sachsen-Anhalts galt bereits am Samstag die Höchste Warnstufe des DWD. In der Nacht und auch bis Sonntagabend rechneten die Meteorologen von Westen nach Osten, von Bocholt bis Magdeburg mit starkem Schneefall und extremen Schneeverwehungen. In der nördlichen Mitte Deutschlands sei mit 15 bis 40 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen bis über einen Meter zu rechnen. Bäume könnten unter der Schneelast zusammenbrechen, Straßen und Schienenwege unpassierbar werden.

In weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Bayern soll es Glatteis geben. “Fahren Sie nur mit Winterausrüstung und vermeiden Sie grundsätzlich Autofahrten!”, hieß es in der amtlichen Warnmeldung des DWD vom Samstag. Heftige Schneefälle führten in Thüringen bereits vielerorts zu Unfällen auf glatten Straßen. Es sei aber meist bei Blechschäden geblieben, hieß es am Samstagabend von der Landespolizeidirektion.

Am Alpenrand gab es Warnungen vor schweren Sturmböen, im Norden und der Mitte vor Sturm- und Windböen.

+++ Heftiger Schneefall: Münster stellt Busverkehr komplett ein +++

Wegen des heftigen Wintereinbruchs hat die Stadt Münster ihren Busverkehr am Sonntagmorgen komplett eingestellt. “Schnee und glatte Straßen machen eine sichere Fahrt unmöglich”, teilten die Stadtwerke am Sonntagmorgen mit. Die Entscheidung gelte “bis auf Weiteres” – man werde die Wetterlage genau beobachten. In Münster waren in der Nacht zum Sonntag innerhalb kurzer Zeit 20 bis 30 Zentimeter Schnee gefallen.

+++ Wintereinbruch sorgt für Probleme im Bahnverkehr in NRW +++

Bei der Bahn in Nordrhein-Westfalen gibt es vor allem im Ruhrgebiet erste Probleme durch den heftigen Wintereinbruch. An mehreren Stellen seien Oberleitungen beschädigt worden, sagte eine Bahn-Sprecherin im Sonntagmorgen. Das betreffe etwa die wichtige Strecke zwischen Duisburg und Essen. Auch die Regionalbahnen zwischen Münster und Recklinghausen und die S-Bahnen zwischen Dortmund und Hagen konnten wegen einer Oberleitungsstörung nicht mehr fahren oder mussten umgeleitet werden. Die private Eurobahn meldete wegen des Wintereinbruchs ebenfalls mehrere Zugausfälle vor allem rund um Münster, Bielefeld und Paderborn.

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn fahre in NRW aber weitgehend wie geplant, wenn auch mit Verspätungen, sagte die Sprecherin. Schneeräumtrupps der Bahn seien überall im Einsatz, um einen möglichst reibungslosen Zugverkehr sicherzustellen. Reisende sollten sich vor der Abfahrt auf jeden Fall informieren, ob ihr Zug fährt – entweder im Internet, in der Bahn-App oder unter der extra eingerichteten Hotline 08000 996633.

+++Schneebedeckte Autobahnen im Süden Niedersachsens +++

Die erste Hälfte der Nacht zum Sonntag ist für die Autobahnpolizeien in Niedersachsen trotz Schneefalls relativ ruhig verlaufen. Rund um Hannover seien die Autobahnen zwar weiß, die Lage sei allerdings ruhig, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Ähnlich sei es im Bereich Osnabrück und Göttingen. Aufgrund der Warnungen vor starken Schneefällen waren die Räum- und Streufahrzeuge der Autobahnmeistereien gerade im südlichen Niedersachsen verstärkt im Einsatz.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für die Nacht auf Sonntag bis Montag vor Schnee mit starken bis extremen Schneeverwehungen über der Mitte Deutschlands. Für den Süden Niedersachsens gilt die höchste amtliche Warnstufe. Verbreitet sollen in 24 Stunden 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee fallen, an manchen Stellen sogar bis zu 40 Zentimeter.

+++Mehrere Zugausfälle im Regionalverkehr der Deutschen Bahn +++

Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Niedersachsen hat es in der Nacht auf den Sonntag aufgrund der erwarteten schweren Schneefälle mehrere Zugausfälle gegeben. “Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, größere Streckenbeeinträchtigungen gibt es momentan nicht”, sagte ein Bahnsprecher in der Nacht zum Sonntag. Betroffen waren Verbindungen von und nach Hameln, Hildesheim, Nienburg, Celle und rund um Hannover. Schon im Vorfeld hatte die Deutsche Bahn witterungsbedingt mehrere Fernverbindungen im Norden Deutschlands abgesagt, unter anderem auch die Intercitys von Bremen nach Norddeich Mole.

+++Starke Schneefälle treffen den Süden von Niedersachsen +++

Die erwarteten starken Schneefälle haben in der Nacht auf Sonntag Niedersachsen erreicht. Als erstes schneite es wie erwartet heftig im Süden um Göttingen, aber auch aus Hannover und Osnabrück meldete die Polizei nach Mitternacht Schneefall.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach von einem “außergewöhnlichen Wintereinbruch”. Er warnte für die Nacht auf Sonntag bis Montag vor Schnee mit starken bis extremen Schneeverwehungen über der Mitte Deutschlands. Dabei gilt für den Süden Niedersachsens die höchste amtliche Warnstufe. Verbreitet sollen in 24 Stunden 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee fallen, an manchen Stellen sogar bis zu 40 Zentimeter.

Die Verkehrsmanagementzentrale in Hannover erließ am Samstag um 22.00 Uhr eine Warnung für ganz Niedersachsen. Es drohe Gefahr durch Straßenglätte, Schneeglätte, Schneefall und Schneeverwehungen. Dies gelte auch für die Autobahnen. Autofahrer sollten besonders vorsichtig fahren. Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn um den Hauptbahnhof Hannover häuften sich ab Mitternacht die Zugabsagen. Mehrere Fernverbindungen im Norden Deutschlands hatte die DB schon vorsorglich abgesagt, darunter die Intercitys von Bremen nach Norddeich Mole.

+++ Höchste Alarmstufe! In diesen Bundesländern warnt der DWD vor extremen Unwettern +++

Der Deutsche Wetterdienst hat für Samstagabend eine Unwetterwarnung für gleich mehrere Regionen Deutschlands ausgegeben. Ab dem Abend warnt der DWD in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen vor starkem Schneefall mit zum Teil extremen Schneeverwehungen (Unwetter). Auch warnen die Wetter-Experten vor Glatteis in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen und Bayern. Am Alpenrand drohen zudem schwere Sturmböen.

+++ Ab 20 Uhr: Blitzeis-Gefahr! +++

Achtung Blitzeis von Samstagabend, 20 Uhr, bis Sonntagmittag. Vom Rheinland bis nach Sachsen kann es spiegelglatt werden. Der Schneefall hält bis Montag an. Die Unwetter beginnen um 20 Uhr am Samstag.

+++ Vorsicht, Glatteis! Glatte Straßen bei Weimar in Thüringen +++

Es wird ein ungemütliches Wochenende. Am Samstag traf das Schnee-Chaos bereits die Autobahn A4 bei Weimar. Wegen heftiger Schneefälle ist der Winterdienst aktuell im Dauereinsatz. Vorsicht sei daher aktuell auf den Nebenstraßen geboten, die mit reichlich Schnee bedeckt sind. Eisregen, der am Nachmittag aufkam, sorgt nun für glatte Straßen.

+++ Winter-Hammer: Höchste Unwetter-Warnstufe für Teile Westfalens +++

Der Deutsche Wetterdienst hat wegen des erwarteten heftigen Wintereinbruchs die höchste Unwetterwarnstufe für Teile Westfalens ausgegeben. Räumdienste und Einsatzkräfte bereiteten sich am Samstag auf einen der größten Einsätze seit Jahren vor.

+++ Sahara-Staub färbt Himmel in Teilen Bayerns gelb-rötlich +++

Staub aus der Sahara hat in Teilen Bayerns den Himmel in ein trübes Licht getaucht. “Wenn man in München rausschaut zum Beispiel, sieht es leicht gelb-rötlich aus”, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. Grund sei ein Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa: Die entstandenen Winde transportieren Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland. Bayern ist dem Sprecher zufolge besonders von den Auswirkungen betroffen.

+++ Deutsche Bahn stellt Fernverkehr in großen Teilen des Nordens ein +++

Laut Mitteilung der Deutschen Bahn wurden am Samstag und Sonntag alle Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Kiel, Hamburg und Lübeck sowie zwischen Hamburg und Westerland gestrichen. Ebenfalls von den Anpassungen betroffen ist die Verbindung zwischen Hamburg und Rostock/Stralsund/Binz. Hier werde der Fahrplan am Wochenende stark ausgedünnt. Auch im Regionalverkehr etwa in Nordrhein-Westfalen ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Deutschland stehen ungewöhnliche Wetter-Extreme bevor. Während im Norden kalte Unwetter wüten, soll es im Süden frühlingshaften Föhn geben. Zwischen Nord- und Süddeutschland erwarten Experten damit ein Temperaturgefälle von rund 20 Grad.Straßen und Schienenwege könnten durch extreme Schneeverwehungen unpassierbar werden. Es bestehe die Gefahr von Schneebruch. “Fahren Sie nur mit Winterausrüstung und vermeiden Sie grundsätzlich Autofahrten!”, hieß es in der Warnmeldung des DWD.

+++ Wetterdienst warnt vor extremem Schneefall und Verwehungen +++

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor extremem Schneefall und Schneeverwehungen in Teilen Deutschlands an diesem Wochenende bis in die Nacht zum Montag gewarnt. Vor allem in der nördlichen Mitte Deutschlands sei von Samstagabend bis in die Nacht zum Montag mit 15 bis 40 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen bis über einen Meter zu rechnen, gab der DWD am Samstag in einer amtlichen Gefahrenmitteilung bekannt. Straßen und Schienenwege könnten durch extreme Schneeverwehungen unpassierbar werden. Es bestehe die Gefahr von Schneebruch. “Fahren Sie nur mit Winterausrüstung und vermeiden Sie grundsätzlich Autofahrten!”, hieß es in der Warnmeldung.

+++ Warten auf das Unwetter – Prognosen für NRW weiter schwierig +++

Vor dem erwarteten heftigen Wintereinbruch in Teilen Deutschlands ist weiter unklar, wo genau in Nordrhein-Westfalen das Unwetter die Menschen treffen wird. Noch ließen die Wettermodelle keine sichere Prognose zu, sagte Meteorologin Ulrike Zenkner vom Deutschen Wetterdienst in Essen am Samstagmorgen. Voraussichtlich werde man gegen Samstagmittag genauer sagen können, wo es heftig schneien werde. Am Nachmittag werde dann klar sein, in welchen Teilen des Landes gefrierender Regen für gefährlich glatte Straßen sorgen könnte.

Sicher ist, dass es in NRW vor allem den Norden des Landes treffen wird. Bereits am Freitag hatte der Deutsche Wetterdienst gewarnt, dass am Wochenende mit massiven Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen sei. Losgehen soll es am Samstagabend. Innerhalb von zwölf Stunden müsse mit 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden. Auch 40 Zentimeter seien nicht ausgeschlossen. Bei starkem bis stürmischem Ostwind seien zusätzlich starke, teils auch extreme Schneeverwehungen zu erwarten. Die Bahn und die Autobahnmeistereien haben sich auf zahlreiche Einsätze vorbereitet.

+++Wegen Kälteeinbruch: Berlins größtes Obdachlosencamp wird geräumt +++

Angesichts des erwarteten Kälteeinbruchs soll Berlins größtes Obdachlosencamp – an der Rummelsburger Bucht – in der Nacht auf Freitag aufgelöst werden. “Wegen des Wetters mit Kälte, Schnee und Feuchtigkeit ist die Lage sehr bedrohlich, wir können nicht mehr gewährleisten, dass Leib und Leben für die Menschen hier gesichert sind”, sagte Kevin Hönicke (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, der Deutschen Presse-Agentur am späten Abend an der Rummelsburger Bucht. In Zusammenarbeit mit dem Senat sei eine Unterkunft für 100 Menschen gefunden worden – eine Traglufthalle, die schon oft für Obdachlose genutzt worden sei.

Auf der Brache an der Spree-Bucht leben die Menschen in Zelten und anderen Unterkünften. Bei der Obdachlosenzählung in Berlin vor einem Jahr war es der Ort mit den meisten Obdachlosen: 81. Dahinter folgte die Gegend am Bahnhof Zoo mit 71 im Freien lebenden Menschen. Am Donnerstag seien an der Rummelsburger Bucht 40 bis 50 Zelte gezählt worden, sagte Hönicke. Das Areal ist Bauland. Dort sollen Wohnungen und die Touristen-Attraktion “Coral World” entstehen.

Laut Deutschem Wetterdienst sollen die Temperaturen am Wochenende in der Hauptstadt tagsüber auf bis zu minus acht Grad sinken, die Nächte sollen noch kälter werden. Berlin stellt deshalb mehrere zusätzliche Plätze im Warmen für Obdachlose bereit; etwa in Hostels und auf dem Gelände der früheren Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik.

+++Netzbetreiber bereiten sich wegen Schneesturm auf Störungen vor +++

Angesichts der vorhergesagten Unwetter mit Schnee, Sturm und Eisregen stellen sich Netzbetreiber auf mögliche Störungen ein. “Mit Blick auf die nächsten Tage halten wir eine erhöhte Alarmbereitschaft und vielfältige Leitungsreserven vor und stehen dazu auch mit anderen Netzbetreibern im Austausch”, teilte der Sprecher von Tennet, Mathias Fischer, auf Anfrage mit. Sollten Leitungen beschädigt werden, könne Tennet den Schaden durch Sicherheitsreserven über andere Leitungen ausgleichen. Auch ein kurzfristiges Hochfahren zusätzlicher Kraftwerke sei möglich. Das Unternehmen betreibt von Schleswig-Holstein bis Bayern das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland.

Bei früheren Sturmereignissen habe man Erfahrungen gesammelt, die in Netz-Instandhaltungsprogramme eingearbeitet wurden – so sei zum Beispiel die Standsicherheit von Strommasten erhöht worden, sagte Fischer.

Der Netzbetreiber Avacon, dessen Hochspannungsnetz von der Nordsee bis an den Main reicht, hat mehrere hundert Techniker und Monteure in Bereitschaft gerufen. “Die sind als potenzielle Verstärker verfügbar”, sagte Unternehmenssprecher Ralph Montag. Auch Dienstleister und Tiefbauunternehmen seien mit Blick auf mögliche Störungen vorsorglich alarmiert worden.

Sorge bereitet Avacon, dass sowohl größere Schneemengen als auch Eisregen parallel die Netze belasten könnten. “Vor allem die Metallleitungen sind eine Angriffsfläche”, erklärte Montag. Wenn sich bis zu 30 Zentimeter dicke Eispanzer auf den Stromleitungen festsetzten, könnten die Leitungen abreißen. Eine weitere Gefahr gehe von schwerem, nassen Schnee aus, sagte der Sprecher. Unter der Schneelast zusammenbrechende Bäume könnten dann etwa auf Leitungen fallen und für Kurzschlüsse sorgen.

+++ Deutsche Bahn in Alarm-Bereitschaft!DB bereitet sich auf Schnee-Wochenende vor +++

Wegen des angekündigten Schneefalls am Wochenende kann es zu Ausfällen und Verspätungen im Zugverkehr besonders im Norden Deutschlands kommen. Das teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit. Kunden können ihre bereits gebuchten Tickets im Fernverkehr kostenlos stornieren oder in der kommenden Woche nutzen.

Die Bahn bereitet sich eigenen Angaben zufolge darauf vor, schnell reagieren zu können. Schneeräumtrupps stehen demnach für Bahnhöfe bereit, mit schweren Räumfahrzeugen könnten Schienen von Eis und Schnee befreit werden. Die Bahn verwies zudem auf Weichenheizungen, die ein Einfrieren der beweglichen Teile verhindern können.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ein Wochenende der Wetter-Extreme. Die Meteorologen prognostizierten am Freitag eine sehr seltene Grenzwetterlage: Im Norden Deutschlands könne es zu Schneestürmen und Dauerfrost kommen, während es im Süden frühlingshaft warm werden könne. Über Niedersachsen könne es ein “extremes Unwetter” geben, hieß es. Der DWD rechnet mit “erheblichen Verkehrsbehinderungen” durch den unwetterartigen Eisregen und Schäden an der Natur durch Eisbruch.

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fka/news.de