Unwetter in den USA aktuell: Hurrikan “Zeta” verwüstet US-Küste – mindestens drei Todesopfer

Hurrikan “Zeta” hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern die US-Golfküste erreicht und mindestens einen Menschen getötet. Der Wirbelsturm traf am Mittwoch (Ortszeit) im Südosten des Bundesstaates Louisiana auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. In der Großstadt New Orleans starb ein Mensch durch einen Stromschlag niedergerissener Stromleitungen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Sie appellierten an die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Videos zeigten heftigen Regen in der Region nahe New Orleans. Meteorologen warnten zudem vor Tornados.

Hurrikan “Zeta” erreicht US-Küste: Schwerstes Unwetter seit 10 Jahren befürchtet

Der Hurrikan zog weiter und befand sich am späten Mittwochabend (Ortszeit) über dem Westen Alabamas, dem östlichen Nachbarstaat von Louisiana, wie das Hurrikanzentrum in seinem jüngsten Bericht um Mitternacht mitteilte. “Zeta” könnte nach Einschätzung von Experten einer der schwersten in der Region seit zehn Jahren werden. “Starke, zerstörerische Windböen, die Bäume und Stromleitungen beschädigen, werden sich wegen Zetas hoher Geschwindigkeit über Nacht und am Donnerstag landeinwärts über Teile des südöstlichen Bundesstaates Mississippi, Alabama, das nördliche Georgia, die Carolinas und das südöstliche Virginia ausbreiten”, schrieb das Hurrikanzentrum am späten Mittwochabend um 22.00 Uhr (Ortszeit).

Notstand ausgerufen! USA warnen vor Sturmfluten und Stromausfällen

Die Gouverneure der Bundesstaaten Louisiana, Alabama und Mississippi erklärten den Notstand, um sich auf den Sturm vorbereiten zu können. Entlang der Golfküste zwischen dem SüdostenLouisianas bis in den Westen Floridas wurde auch vor gefährlichenSturmfluten gewarnt. Louisianas Gouverneur John Bel Edwards hatte am Mittwoch gemahnt: “Sie sollten Ihre Vorbereitungen abschließen.” Der Webseite “Poweroutage.us” zufolge waren alleine in Louisiana in der Nacht zum Donnerstag mehr als 400.000 Menschen ohne Strom.

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Zeta forderte mindestens drei Todespfer

In der Metropole New Orleans im Süden des Landes starb ein Mensch an einem Stromschlag durch niedergerissene Stromleitungen, wie die Stadtbehörden mitteilten. Sie appellierten an die Einwohner, in ihren Häusern zu bleiben. Videos zeigten heftigen Regen in der Region nahe New Orleans. Meteorologen warnten zudem vor Tornados. Die sturmgeplagte Metropole New Orleans sei diesmal aber vor dem Schlimmsten bewahrt worden, sagte Bürgermeisterin LaToya Cantrell. “Wir haben es hinter uns gebracht. Es hätte schlimmer sein können.”

In der Stadt Biloxi im Süden des Bundesstaates Mississippi gab es dem dortigen Polizeichef zufolge ein weiteres Todesopfer. “Ich weiß, dass wir im Moment mindestens einen Todesfall im Zusammenhang mit dem Sturm haben”, sagte er dem örtlichen Fernsehsender WLOX am Donnerstagmorgen. Es gebe aber derzeit keine weiteren Details. Im Bundesstaat Georgia starb am Donnerstag ein Mann, auf dessen Haus ein Baum gestürzt war, wie die “New York Times” berichtete. Zudem gab es erste Berichte über Verletzte.

Sie habe Schnittwunden an der Hand abbekommen, als der Sturm eine Tür aufblies, die sie zuhalten wollte, sagte Mackenzie Umanzor aus D’Iberville im Bundesstaat Mississippi dem TV-Sender CBS. Auch das Dach ihres Schuppens sei abgerissen worden. “Man konnte das Blechdach im Wind wackeln hören und als der Wind immer stärker wurde, ratterte es nur noch. Und dann gab es lautes Knacken, krachende Äste und Bäume. Es war ziemlich angsteinflößend.”

Hurrikan “Zeta” verwüstete bereits Yucatan-Halbinsel in Mexiko

“Zeta” hatte in den vergangenen Tagen auf der Yucatán-Halbinsel im Südosten Mexikos Bäume und Strommasten umstürzen lassen und Überschwemmungen sowie Stromausfälle verursacht. Der Sturm war dort am späten Montagabend (Ortszeit) auf Land getroffen.

Experten besorgt: Hurrikan-Saison im Atlantik heftiger denn je

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen waren, aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

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loc/news.de/dpa