Tom Brady schlägt mit Tampa Bay Drew Brees und New Orleans

Als sich zwei der größten Quarterbacks in der NFL-Geschichte umarmten, wirkte dies wie ein Abschied auf dem Platz. „Bleib in Kontakt“, sagte Tom Brady zu seinem Konkurrenten Drew Brees und lächelte.

Der Mythos des erfolgreichsten Quarterbacks in der Geschichte der National Football League wurde durch das 30:20 der Tampa Bay Buccaneers gegen die New Orleans Saints am Sonntagabend (Ortszeit) noch etwas größer – die Karriere von Drew Brees dagegen ist nach einer bitteren Vorstellung womöglich vorbei.

Brady steht zum 14. Mal in seiner Karriere in einem Conference Final und trifft am Sonntag auf Aaron Rodgers und die Green Bay Packers um den deutsch-amerikanischen Passempfänger Equanimeous St. Brown.

Der Sieger trifft im Super Bowl entweder auf die Buffalo Bills oder Titelverteidiger Kansas City Chiefs, die sich auch ohne den am Ende verletzten Quarterback Patrick Mahomes 22:17 gegen die Cleveland Browns durchsetzen.

Brees dagegen leistete sich drei Interceptions und hört nach Informationen von US-Journalisten auf. So explizit äußern wollte er sich selbst aber unmittelbar nach der Niederlage nicht. „Ich werde mir selbst die Gelegenheit geben, über die Saison und viele Dinge nachzudenken, so wie auch vergangenes Jahr, und dann eine Entscheidung treffen“, sagte der 42-Jährige.

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Einen Vertrag als TV-Experte bei NBC für die Zeit nach seiner Karriere hat Brees laut US-Medienberichten schon im Frühjahr unterschrieben. In der neuen Rolle müsste er eine Vorstellung wie die am Sonntag hart kritisieren – und war auch als noch aktiver Profi ehrlich zu sich selbst über die Bedeutung der drei Fehlpässe. „Das darfst du nicht machen, weil deren Angriff so gut ist“, sagte Brees.

Nächste Herausforderung: Green Bay Packers

Aus jedem der Ballgewinne machten die Buccaneers einen eigenen Touchdown und revanchierten sich damit auch für die beiden Niederlagen in der Hauptrunde, als sie selbst sich zu viele Fehler geleistet hatten. „Die Ballverluste haben eine große Rolle gespielt.Wir hatten viele Ballverluste beim letzten Mal, dieses Mal hatten sie die. Das ist normalerweise die Geschichte eines Football-Spiels“, sagte Brady dem TV-Sender Fox.

Angesprochen auf Brees mögliches Karriereende sagte er: „Ich halte so viel von ihm als Spieler und als Mensch, ich kenne ihn ziemlich gut. Er ist ein unglaublicher Spieler und Gegner.“

Vor dem möglichen Heimspiel im Super Bowl – der am 7. Februar im Raymond James Stadium in Tampa Bay ausgespielt wird – geht es nun nach Wisconsin. „Wir haben hart dafür gearbeitet. Zwei Playoff-Auswärtssiege, das ist ziemlich gut“, sagte Brady. Bei Minusgraden und Schneefall in Green Bay wartet nun gegen ein formstarkes Team eine riesige Herausforderung. In der Hauptrunde gewannen die Buccaneers gegen die Packers 38:10. (dpa)