St. Patrick’s Day am 17.03.2021: Kein Bier wegen Corona! So wird der irische Feiertag dennoch gefeiert

Wenn die Iren ihrem Nationalheiligen Patrick am 17. März huldigen, wird ihre ohnehin schon “grüne Insel” noch grüner. Wir verraten Ihnen die Hintergründe des irischen Feiertages, der sich auch außerhalb der Republik Irland großer Beliebtheit erfreut.

St. Patrick’s Day 2021: Herkunft, Bedeutung und Bräuche – Darum ist in Irland alles grün

Der St. Patricks Day hat seinen Ursprung im 5. Jahrhundert. Damals war Bischof Patrick an der Verbreitung des christlichen Glaubens in Irland beteiligt. In der katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt. Um seiner zu gedenken, erstrahlen Denkmäler, Gebäude und sogar Flüsse (Chicago) weltweit am St. Patrick’s Day in Grün. Viele Menschen tragen ein Kleeblatt, das Symbol Irlands, an der Kleidung oder im Gesicht. Angeblich hat der heilige Patrick mit dem Blatt die Heilige Dreifaltigkeit erklärt.

Irischer Feiertag wird weltweit gefeiert

Auch wenn der 17. März, sein Todestag, nur in wenigen Ländern ein offizieller Feiertag ist, haben irische Auswanderer ihre Bräuche längst in alle Welt getragen. Feiern und Festumzüge zum St. Patrick’s Day gibt es vor allem in den USA und in Großbritannien. Nach öffentlichen Paraden wird danach meist im Pub weitergefeiert. Der imposanteste Umzug in Deutschland zieht jährlich durch München.

Dosen-Guinness ausverkauft: Lieferengpässe wegen Corona – auch in Deutschland

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wird der St. Patrick’s Day in diesem Jahr wohl etwas ruhiger ausfallen als üblich. Irland-Fans freuen sich trotz Lockdowns auf den St. Patrick’s Day. Wer wegen nach wie vor geschlossener Irish Pubs an diesem Mittwoch (17. März) zu Hause den St. Patrick’s Day feiern will, kann allerdings Probleme beim Guinness-Einkauf bekommen. In den Regalen deutscher Getränkemärkte fehlt derzeit vor allem das “schwarze Gold von der grünen Insel”. Vor allem die Marke Guinness Draught ist in Deutschland momentan schwer erhältlich. Es gebe Lieferengpässe, sagte Birte Kleppien, Sprecherin der für den Guinness-Vertrieb zuständigen Radeberger Gruppe KG, der Deutschen Presse-Agentur.

Schuld seien aber nicht die neuen Transportwege, die seit dem Brexit einen Bogen um Großbritannien machen. “Das Thema Brexit hat sich gut eingespielt”, sagte Kleppien. “Die Engpässe resultieren – wie so viele Verwerfungen bei Nachfrage und Absatz – aus der Corona-Pandemie.” Guinness und auch Kilkenny seien stark in der Gastronomie verankerte Marken. Bier-Fans wünschten sie sich frisch gezapft. Als Ersatz griffen viele bevorzugt zum Guinness Draught aus der Dose. Die sei mit einer Druck-Kugel versehen, die beim Stout für die typische Schaumkrone sorgt. Dies sei ein Umstand, der “die Produktionsplanung ordentlich fordert”, so Kleppien.

Ein weiteres Hindernis ist dem Guinness-Mutterkonzern Diageo zufolge, dass wegen der Pandemie einige Teile, die für die Verpackung von Guinness Draught benötigt werden, knapp seien. Weltweit sind zudem Bars geschlossen. Dies habe die “Verbrauchernachfrage nach Guinness auf den Einzelhandel verlagert”, hieß es bei Diageo.

Keine Party-Stimmung zum St. Patrick’s Day! Irland befindet sich im höchsten Lockdown-Level

Auch in Irland selbst ist das der Fall. Nach einem Beschluss der irischen Regierung haben dort Kneipen seit dem 15. März 2020 komplett geschlossen. Nur Gastro-Pubs, die auch Essen servieren, durften im Sommer 2020 für kurze Zeit öffnen. Derzeit befindet sich das Land im höchsten Lockdown-Level. Eine vorsichtige Lockerung der Pandemie-Maßnahmen wird nicht vor April erwartet.

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bua/sam/news.de/dpa