Spielkultur schlägt Stolperkultur

Es war erwartbar, dass nicht alle Teams reibungslos in die Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) starten würden. Zu unterschiedlich waren die Vorbereitungen auf eine Spielzeit, die erst im Dezember beginnen konnte. Die Eisbären Berlin aber sind nach drei Spielen recht gut dabei, das bewiesen sie am Montagabend im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine.

Das Team vom Niederrhein wiederum fällt in die Kategorie der Mannschaften, die mehr stolpern als spielen. Was die Krefelder in Berlin ablieferten war hilfloses Eishockey, das in dieser Form in dieser Liga selten belohnt werden dürfte. Die Eisbären kamen im schlanken Gang zu ihrem zweiten Sieg im dritten Spiel, gewannen 5:0 (1:0, 2:0, 2:0). Für Krefeld war es die dritte Niederlage im dritten Spiel und viele Krefelder Niederlagen dürften dem noch folgen.

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Das zweite Drittel allein reicht schon, um die Berliner Dominanz zu belegen. Viermal, für insgesamt acht Minuten, waren die Eisbären in Unterzahl und trotzdem gewannen sie den Abschnitt 2:0. Im Krefelder Team belegten die vielen russischen Spieler eindrucksvoll, dass es viele durchschnittliche russische Spieler gibt.

Torwart Marvin Cüpper, ein ehemaliger Berliner, war lange noch der beste Krefelder auf dem Eis – leistete sich dann aber auch ein paar Fehler. Bei den Eisbären hingegen war die ganz große Eishockeykunst auch nicht angesagt, aber es reichte ja zum Erfolg. Kris Foucault, Matt White (2), Mark Olver, und Leo Pföderl trafen für die Berliner, bei denen vor allem Marcel Noebels mit guten Ideen – so wie beim Unterzahltor von White – auffiel.

Der Sieg ließ sich für die Eisbären dann ganz schnell abhaken. Eine Ehrenrunde vor den Fans in der Arena am Ostbahnhof war ja schließlich in der leeren Halle für die Spieler nicht zu absolvieren. Die Berliner konnten guter Dinge in eine etwas längere Pause gehen. Erst am 5. Januar geht es für sie mit dem Spiel in Iserlohn weiter.