Schweizer Maler Alexander Klee gestorben

Der Maler und Grafiker Alexander Klee, Enkel des Malers Paul Klee, ist gestorben. Das Berner Kunstmuseum und das Zentrum Paul Klee würdigten „seinen unabhängigen Geist und seinen lebensklugen Humor“ in einer am Samstag in mehreren Schweizer Zeitungen erschienen Todesanzeige. Demnach war Klee bereits am 1. März verstorben, er wurde 80 Jahre alt. Klee veröffentlichte seine Arbeiten unter anderem unter dem Namen Aljoscha Ségard. Er gehörte zu den Mitbegründern des Zentrums Paul Klee in Bern, das dem Werk seines Großvaters gewidmet ist.

Alexander Klee war Sohn des Stifters Felix Klee. Aufgewachsen in Würzburg, zog er mit seinen Eltern 1948 in die Schweiz, wo er nach einer Fotografie-Lehre unter anderem als Pressefotograf, Buchhändler und Grafiker arbeitete, bevor er als freiberuflicher Künstler tätig war. Ab 1990 engagierte er sich für die Gründung eines Museums in Bern, das den Werken seines Großvaters gewidmet war – 2005 wurde das Zentrum Paul Klee dann eröffnet. Als Kunstsammler stellte er dem Zentrum gut 850 Werke aus seinem Besitz als Dauerleihgabe zur Verfügung.

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Paul Klee (1879-1940) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Er beschäftigte sich unter anderem mit dem Expressionismus und Kubismus. Klee stand der Künstlergruppe „Blaue Reiter“ nahe und wurde durch seine Reise 1914 nach Tunesien mit den Malern August Macke und Louis Moilliet bekannt.

Das 2005 gegründete Zentrum Paul Klee gehört zum Kunstmuseum Bern. Es stellte eine Würdigung Alexander Klees für Montag in Aussicht. dpa/Tsp