Nmecha rettet deutscher U21 einen Punkt gegen die Niederlande

Dank Torjäger Lukas Nmecha hat Deutschlands U21-Nationalmannschaft im umkämpften Klassiker gegen die Niederlande ein Remis gerettet und besitzt weiter gute Chancen auf das Erreichen des EM-Viertelfinals.

Nach dem 1:1 (0:0) am Samstag im ungarischen Szekesfehervar reicht dem deutschen Fußball-Nachwuchs im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag gegen Rumänien ein Remis mit zwei eigenen Toren zum Weiterkommen. Gegen die starke niederländische Offensive um RB Leipzigs Justin Kluivert verdiente sich die DFB-Auswahl den Punkt mit einer kämpferischen Leistung.

Am Mittwoch hatte die deutsche Mannschaft das erste Gruppenspiel gegen Gastgeber Ungarn souverän mit 3:0 gewonnen. Mit vier Zählern führt die DFB-Auswahl die Gruppe nun vor Rumänien (ebenfalls vier Punkte) und den Niederlanden (zwei) an.

Torhüter Finn Dahmen patzte ausgerechnet an seinem 23. Geburtstag, Justin Kluivert von RB Leipzig traf (48. Minute). Top-Torjäger Nmecha schaffte spät aber noch den Ausgleich (84.). Vor allem nach dem Seitenwechsel war das spielfreudige Jong Oranje die bessere Mannschaft, die deutsche Elf hielt jedoch kämpferisch dagegen und belohnte sich.

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Das hitzige Nachbarschafts-Duell hatte besondere Brisanz, weil sich Deutschlands Salih Özcan und Jordan Teze nach einer Spuckattacke des Niederländers gegen den Kölner nach einem U20-Länderspiel 2018 wieder gegenüber standen. U21-Trainer Stefan Kuntz versicherte vor dem Anpfiff: „Das Ding ist vergessen.“ Doch kurz nach der Halbzeit gerieten nach einem Foul von Teze an Özcan aber mehrere Spieler beider Teams aneinander.

Die Anfangsphase der Partie war noch mehr vom gegenseitigen Respekt als von der großen Rivalität geprägt. Die Niederlande hatten in den ausgeglichenen ersten Minuten mehr Ballbesitz, gefährlich wurde jedoch keins der beiden Teams. „Dass das ein Derby, ein tolles Länderspiel von den Namen her ist, das ist schon allen bekannt“, sagte Kuntz vor den Anpfiff zur Motivation seiner Spieler.

Dahmen hatte überraschend das Vertrauen von Kuntz bekommen

Kuntz hatte seine Mannschaft mit zwei Neuen auch taktisch umgestellt mit einer ungewohnten Dreierkette in der Defensive. Die DFB-Abwehr stand zunächst sicher. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Niederländer, die nach dem 1:1 gegen Rumänien mehr unter Druck standen, das Kommando. Auch die verletzungsbedingte Auswechslung von Talent Noa Lang (22.) brachte das Offensivspiel nicht aus dem Tritt.

Offensiv war die Kuntz-Elf um einen geordneten Aufbau bemüht, der letzte Pass kam jedoch zu oft nicht an. Ein Kopfball von Amos Pieper nach einer Ecke war noch die beste deutsche Chance der erste Halbzeit (32.). Gegen die physisch starke niederländische Innenverteidigung um Youngster Sven Botman tat sich der deutsche Angriff schwer.

In der zweiten Halbzeit erwischte die DFB-Auswahl mit dem Patzer von Dahmen, der nach einem Rückpass am Ball vorbei trat, dann einen ganz schlechten Start. Der Keeper vom FSV Mainz 05 hatte vor dem Turnier etwas überraschend das Vertrauen von Kuntz bekommen. In der Folge waren die deutschen Nachwuchs-Fußballer um den Ausgleich bemüht. Kurz vor Schluss belohnte dann Nmecha das Team für die Aufholjagd. (dpa)