Mit Test zur Kunst: Es läuft gut an

Über Ostern hatten sechs der 19 Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) geöffnet. Mit zuvor gebuchtem Zeitfensterticket und tagesaktuellem, negativem Corona-Test konnte man vor allem Häuser auf der Museumsinsel besuchen – Neues Museum, Alte Nationalgalerie, James-Simon-Galerie, Pergamonmuseum und Panorama sowie das Museum Europäischer Kulturen in Dahlem.

So soll es auch erstmal bleiben. Weitere Häuser des Verbundes werden in dieser Woche nicht öffnen, heißt es von Seiten der SMB. Für die bereits geöffneten Museen sind Zeitfenstertickets bis Sonntag, den 11. April buchbar.

Seit 31. März ist ein negativer Coronatest für den Eintritt ins Museum notwendig. An den ersten beiden Tagen ging die Zahl der gebuchten Tickets etwas zurück, berichtet SMB-Pressesprecher Markus Farr.

Test wird langsam zur Normalität

Aber die Berlinerinnen und Berliner scheinen sich an den Museumsbesuch mit Test zu gewöhnen: Über Ostern sei die Zahl der Buchungen dann wieder gestiegen. Insgesamt seien für den Zeitraum von 1. bis 11. April 10 000 Tickets verkauft worden, sagt Farr.

Die Anzahl der zugelassenen Besucher:innen musste in Folge der Test-Regelung noch einmal etwas reduziert werden, da die Logistik des Vorzeigens der Testergebnisse doch etwas Zeit in Anspruch nehme, Schlangen am Eingang aber vermieden werden sollten.

Der Berliner Senat toleriert im Moment die Öffnung der Museen unter den genannten Hygieneauflagen, auch bei einer Inzidenz über 100. Wie lange das gilt, ist nicht bekannt.

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Deshalb ist auch nicht abzusehen, ob nach dem 11. April eventuell weitere Häuser der Staatlichen Museen öffnen werden. Weitere Öffnungen lohnen sich nur, wenn gewährleistet ist, dass nicht wenige Tage später wieder geschlossen werden muss.

Da der Eintritt mit Test wahrscheinlich noch eine ganze Weile dazugehören wird, planen die SMB den Besucher:innen bei der Buchung jeweils in der Nähe liegende Testzentren anzugeben.

Leipzig erlaubt Öffnung inzidenzunabhängig

In Leizig haben drei der städtischen Museen, unter anderem das Naturkundemuseum und das Stadtgeschichtliche Museum seit Mittwoch mit vorheriger Anmeldung und Negativ-Test wieder geöffnet. Das Grassi Museum und das Museum der bildenden Künste sollen am 9. April folgen.

In Leipzig teilte das Kulturdezernat mit, dass neuerdings inzidenzunabhängige Öffnungen im Kunst- und Kulturbereich möglich sind, so lange die Zahl von 1300 mit Covid-19-Patienten belegten Krankenhausbetten auf Normalstationen nicht erreicht ist.

Die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) waren nach kurzer Öffnung vor Ostern wieder geschlossen worden. Am Mittwoch diese Woche tagten die Direktoren zu weiteren Öffnungsplänen. Seit Donnerstag steht fest: Die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung bis 1800 werden am 9. April wieder für das Publikum öffnen, die anderen Museen der SKD bleiben vorerst geschlossen.