Millionen-Diebstahl in Duisburg: 6,5 Millionen-Klau aus Hauptzollamt – Fahnder prüfen Insidertipp

Wahnsinns-Einbruch in das Hauptzollamt Duisburg, Nebenstelle Emmerich. Dort haben Diebe etwa 6,5 Millionen Euro Bargeld erbeutet. Die “Bild”-Zeitung hatte zuerst über den Millionenraub berichtet.

Millionen-Coup: Einbrecher erbeuten 6,5 Millionen Euro aus Zollamt in NRW

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sei der Einbruch professionell und geplant durchgeführt worden. Die drei bislang unbekannten Täter sollen einen Kernbohrer eingesetzt haben, um im Keller des Gebäudes von einem Nebenraum in den Tresorraum zu gelangen. Laut “Bild” hatten Zeugen an Allerheiligen (01.11.2020) gegen 6 Uhr erste Bohrgeräusche vernommen.

Später hätten sie beobachtet, wie drei dunkel gekleidete Männer mit dunklen Strickmützen das Gebäude am Parkring 6 verließen, um mehrfach einen weißen Transporter zu beladen. Ein anderer Zeuge beobachtete einen weiteren männlichen Tatverdächtigen, welche der Tätergruppe angehörte, berichtet die “Bild”. Es sind Szenen, die unschwer an die Netflix-Serie “Haus des Geldes” erinnern. Die Ermittlungskommission “Kern” hat die Untersuchungen in dem Fall übernommen.

Polizei bittet Bevölkerung um Hinweise

Für sachdienliche Hinweise, die zu den Tätern führen könnten und/oder zur Wiedererlangung der entwendeten Gelder, hat die Polizei eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02821/5045200 oder per Mail an Hinweise.krefeld@polizei.nrw.de entgegen. Die Fotos des Tatverdächtigen sind im Fahndungsportal der Polizei NRW abrufbar: https://ots.de/9OEPEI.

Fahnder prüfen möglichen Insidertipp

Nach dem Einbruchscoup mit 6,5 Millionen Euro Beute prüfen die Fahnder auch, ob es eine undichte Stelle bei Zoll oder Polizei gegeben hat. “Das war mein erster Gedanke: Da muss einer einen Tipp gegeben haben”, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Günter Neifer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. “Jetzt wird geprüft: Wer genau wusste von dem Geld. Das gehört jetzt zu unseren Hausaufgaben.”

Das Vorgehen bei der Tat sei “hochprofessionell” gewesen, sagte der Staatsanwalt. Die Täter hätten die Wand aufgebohrt und so die mehrfach gesicherte Stahltür des Tresorraums umgangen. Noch gebe es keine heiße Spur, aber Zeugen hätten die maskierten Täter beobachtet.

Bei der Tat hatten drei unbekannte Männer am Allerheiligentag (1.11.) eine Kellertür des Emmericher Zollamtes aufgehebelt und im Keller die Wand des danebenliegenden Tresorraums durchbohrt. Dort hätten sie rund 6,5 Millionen Euro – verstaut in mehreren “Safe-Bags” – gestohlen, so die Ermittler.

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sba/fka/news.de