Messer-Attacke in Paris: Terrorverdacht nach Blutbad – zwei Journalisten verletzt

Nach der Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Pariser Satiremagazins “Charlie Hebdo” mit mindestens zwei Verletzten gibt es einen Terrorverdacht. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, dass sie ermittelt.

Medien: Zweite Festnahme nach Messerattacke in Paris

Nach der Pariser Messerattacke mit mindestens zwei Verletzten gab es Berichten zufolge eine zweite Festnahme. Die zweite Person wurde im Bereich der Metrostation Richard-Lenoir in Nähe des Tatorts festgenommen, wie mehrere französische Medien am Freitag übereinstimmend berichteten. Ein erster Verdächtiger war nahe des Place de la Bastille festgenommen worden. Anti-Terror-Fahnder haben die Ermittlungen übernommen. Bei der Attacke am Freitagmittag sind mindestens zwei Menschen verletzt worden.Frankreichs Premier Jean Castex hat eine Krisensitzung einberufen.

Regierungschef: Zwei Journalisten bei Messerattacke in Paris verletzt

Bei der Messerattacke im Pariser Osten sind nach den Worten des französischen Regierungschefs Jean Castex zwei Journalisten verletzt worden. Ihr Leben sei nicht in Gefahr, sagte Castex am Freitag in der Nähe des Tatorts. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte zuvor bestätigt, die Ermittlungen übernommen zu haben. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Castex unterstrich den Willen der Regierung, “mit allen Mitteln gegen den Terrorismus zu kämpfen”. Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe der früheren Redaktion des Satiremagazins “Charlie Hebdo”.

Castex sprach in diesem Zusammenhang von einem “symbolischen Ort”. Er wies auch auf den laufenden Terrorismusprozess um die blutigen Attacke auf die Zeitschrift im Januar 2015 hin, bei dem seit Monatsbeginn elf Angeklagte in Paris vor Gericht stehen. 

Die beiden Verletzten der Messerattacke sind nach ergänzenden Medieninformationen bei einer Produktionsfirma beschäftigt, die für das Fernsehen arbeitet.

Italien bekundet nach Attacke in Paris Solidarität

Nach der Messerattacke in der Nähe der ehemaligen Redaktionsräume des Pariser Satiremagazins “Charlie Hebdo” hat Italiens Regierungschef Giuseppe Conte Solidarität mit Frankreich bekundet. Er bezeichnete die Tat auf Twitter am Freitag als “feigen Angriff”. Weiter schrieb der Premier aus Rom: “Wir fühlen uns dem französischen Volk nahe und verfolgen die Entwicklung der Situation mit Besorgnis.” Italien stehe an der Seite derer, die alle Formen der Gewalt bekämpften. Bei der Attacke am Freitagmittag hatte es Verletzte gegeben. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

Paris macht dicht nach blutiger Messer-Attacke mit Terror-Hintergrund

Berichten zufolge wurden im Zentrum der Stadt mehrere Schulen und Krippen vorsichtshalber geschlossen. Der Bereich um den Tatort wurde von den Einsatzkräften komplett abgesperrt, wie ein dpa-Reporter berichtete. Es gab demnach keine panikartigen Szenen, die Menschen beschwerten sich, dass sie nicht nach Hause konnten. “Merde, Merde”, schimpfte eine alte Frau. Berichten zufolge untersuchten die Beamten auch ein verdächtiges Paket in der Gegend – dabei soll sich zunächst nichts ergeben haben.

Messer-Attacke in Paris am Rande des Terror-Prozess nach “Charlie Hebdo”-Anschlag von 2015

Der Terrorismusprozess um den blutigen islamistischen Anschlag auf “Charlie Hebdo” läuft seit Monatsbeginn in Paris. Angeklagt sind 14 Menschen. Bei der mehrtägigen Anschlagsserie waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet worden. Die Anschläge trafen nicht nur die Redaktion von “Charlie Hebdo”, sondern auch einen koscheren Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. “Charlie Hebdo” hatte zuletzt erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

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loc/news.de/dpa