„Kein leichtes Spiel”

Drei Spiele, sieben Punkte: Die Eisbären sind ordentlich in die spät gestartete Saison der Deutschen Eishockey-Liga gekommen. Wobei die Berliner Gegner in der sieben Teams umfassenden Nordgruppe noch kein Feuerwerk veranstaltet haben. Die beste Mannschaft kommt neben den Berlinern bisher aus Köln und wird wohl erster Gradmesser für die Eisbären sein. Doch bevor es am Freitag zu den Haien geht, spielen die Berliner am Dienstag bei den Iserlohn Roosters, die mit zwei Siegen in drei Spielen auch gut gestartet sind (19.30 Uhr, live bei Magentasport).

Spiele in der kompakten Halle von Iserlohn werden von gegnerischen Mannschaften an sich gefürchtet, nicht weil das Ding etwa baufällig wäre, sondern weil die Anhänger aus dem Sauerland ordentlich Rabatz auf den Rängen machten. Das aber wird natürlich am Dienstag nicht der Fall sein – still ruht auch die Eishalle am Seilersee. Das sei nun mal so, hat Serge Aubin am Montag bei den Eisbären zu Protokoll gegeben. „Wir sind froh, dass wir überhaupt spielen können.“

So bescheiden sieht es wohl aus zur Zeit. Aber die Eisbären können ja auch ohne Fans ganz gut spielen. Besonders die drei Zugänge Matt White, Kris Foucault und Mark Zengerle haben bislang überzeugt im Angriff, was voll nach dem Geschmack von Trainer Aubin sein dürfte. Der Kanadier setzt ja gern auf seine Landsleute (oder auch auf US-Amerikaner wie Zengerle und White) in tragenden Rollen.

Allerdings hofft Aubin sicher auch, dass Marcel Noebels bald wieder das Team führen kann. Der Topscorer der Eisbären aus der vergangenen Spielzeit kam noch nicht so recht in Fahrt, verpasste auch das erste Spiel. Er sagte dazu dem Tagesspiegel: „Mein Saisonstart war sicherlich nicht leicht, weil ich fast einen Monat lang nicht trainieren konnte – wegen kleiner Probleme, die ich mir im Magenta Cup zugezogen hatte.“ Aber so langsam sei er froh, dass er den Trainingsrückstand wieder gut machen könne. „Ich hoffe, dass ich jetzt an meine Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen kann.“

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Das wäre dauerhaft sehr wichtig für die Eisbären, zumal Noebels bislang auch am Bullypunkt noch nicht so überzeugte wie in der Vorsaison. Damals profitiere er in seinem Spiel natürlich auch von seinem kongenialen Sturmpartner James Sheppard, aber der ist ja nun in Köln. Ein Wiedersehen mit dem Kanadier gibt es erst am Freitag, am Dienstag geht es mal ins Sauerland. „Ich denke das Spiel in Iserlohn wird kein leichtes da Iserlohn gut in die Saison gestartet ist und sehr diszipliniert spielt“, sagt Noebels. „Wir wollen ihnen unser Spiel aufdrängen und natürlich dort auch gewinnen.“