Jagd auf das “Unstrut-Krokodil”: Können Kot-Spuren das Reptilien-Rätsel in Thüringen lösen?

Auf der Suche nach einem von mehreren Zeugen beobachteten Krokodil in der Unstrut hat das Landratsamt des Kyffhäuserkreises in Thüringen Hoffnungen in eine Kotprobe gesetzt. Die Hinterlassenschaft sei bei der Suche nach dem Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönwerda – einem Ortsteil der Stadt Roßleben-Wiehe – gefunden worden. Ergebnisse der Analyse erwartet das Landratsamt nach Angaben vom Dienstag spätestens am Mittwoch. Grundsätzlich ist es möglich, Tierarten anhand von Kotresten zu bestimmen. Welche Ergebnisse die Probe liefern könne, sei jedoch noch nicht klar, sagte eine Sprecherin.

Krokodil in der Unstrut? Reptilienjagd mit Fotofalle und Kotspuren

Zudem gebe es Überlegungen, eine mit einem Köder bestückte Fotofalle zu errichten, um das Krokodil anzulocken. Wo und wann dies geschehen solle, werde allerdings nicht öffentlich mitgeteilt werden, so die Sprecherin.

Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, ein Krokodil in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Exoten im Burgenlandkreis wurde vergangenen Donnerstag eingestellt. Allerdings gab es am Sonntag einen Zeugenhinweis, wonach ein Krokodil an der Unstrut in Schönwerda in Thüringen gesehen worden sei. Feuerwehr und Polizei suchten daraufhin in einer großen Aktion und unter Einsatz eines Hubschraubers und einer Drohne nach dem Tier. Fündig wurden sie allerdings nicht.

Unstrut-Ufer nach Krokodil-Sichtung gesperrt

“Wir nehmen diese Hinweise sehr ernst”, hatte die Kyffhäuserkreis-Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) am Montag mitgeteilt. “Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der betroffenen Region steht auch hier an erster Stelle. Deshalb haben wir gemeinsam mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden und Städte die Uferregionen abgesperrt”.

+++ 07.09.2020:Krokodil in der Unstrut? – Suche in Thüringen zunächst abgebrochen +++

Nach einem langen Sonntag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einem Krokodil in Thüringen vorerst erfolglos eingestellt. “Man hat keinerlei Feststellungen in irgendeiner Weise machen können”, sagte Polizeisprecherin Fränze Töpfer am Montagmorgen. Nach zehn Stunden erfolgloser Suche habe man die Fahndung darum am Sonntagabend abgebrochen. Gegen Mittag und am Abend hatten Anrufer bei der Polizei angegeben, das Krokodil gesehen zu haben.

Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, den Exoten in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Krokodil im Burgenlandkreis wurde dann aber am vergangenen Donnerstag eingestellt.

Ein Anrufer hatte nun am Sonntag der Polizei aufgeregt berichtet, ein Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönewerda (Kyffhäuserkreis) gesehen zu haben – das Tier habe sogar Pferde aufgescheucht. Das war der Auftakt zu einer umfangreichen Suchaktion: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr durchkämmten zusammen mit dem Kreisbrandinspektor und einem Vertreter der örtlichen Naturschutzbehörde die Region nach dem Tier. Um das Gebiet einzugrenzen, wurden die Schleusen Ritteburg und Wendelstein geschlossen, Radwege wurden mit Autos abgesperrt, die Polizei gab eine Warnmeldung per App raus. Ein Polizeihubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr hielten sogar aus der Luft Ausschau nach dem Krokodil.

Die Suche gestaltete sich zunächst schwierig: Weil die Fahrt in einem Schlauchboot zu gefährlich gewesen wäre, konnten Einsatzkräfte den Fluss vorerst nur aus der Entfernung absuchen. Als man aber schließlich in einem stabileren Boot und per Wärmebildkamera immer noch keine Anzeichen des Krokodils ausmachen konnte, verdichteten sich laut Polizeisprecherin Töpfer die Zweifel.

Weil ein weiterer Anrufer gegen 18.00 Uhr aber beteuerte, das Tier ebenfalls gesehen zu haben, setzte man die Suche bis in den Abend hinein fort. Schließlich aber gab man auf: Gegen 21.00 Uhr wurde die Suche eingestellt.

+++ 06.09.2020: Krokodil in Unstrut? – Suche in Thüringen +++

Nach der vergeblichen Krokodil-Fahndung in Sachsen-Anhalt haben sich nun Feuerwehrleute in Thüringen auf die Suche nach dem Tier gemacht. Eine Pferdebesitzerin will das Reptil an der Unstrut bei Schönewerda in Thüringen gesichtet haben. Daraufhin suchen seit Sonntagmittag Feuerwehrleute das Flussufer ab, teilte die Rettungsleitstelle Nordhausen-Kyffhäuserkreis mit. Der Landkreis sprach eine öffentliche Warnung aus.

Der Feuerwehr-Einsatzleiter Marcel Thomann sagte dem MDR Thüringen, die Sichtung werde ernst genommen. Die Frau habe berichtet, dass das Tier mit aufgerissenem Maul am Ufer gelegen habe und dann ins Wasser geglitten sei. Die Feuerwehr schloss Schleusen und setzte auch eine Drohne zur Suche ein. Die Unstrut und der Radweg am Fluss seien gesperrt worden.

Zuerst hatten vor rund einer Woche Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, den Exoten in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Krokodil im Burgenlandkreis wurde dann aber ergebnislos eingestellt.

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+++ 30.08.2020: Krokodil in der Unstrut? – Landkreis spricht Badeverbot aus +++

Wegen eines möglicherweise in der Unstrut schwimmenden Krokodils ist im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt ein Badeverbot erlassen worden. Das Verbot gelte zunächst bis zum 6. September, teilte der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich, in Naumburg mit. Demnach dürfe niemand zwischen der Landesgrenze zu Thüringen bei Wendelstein und der Einmündung in die Saale am Blütengrund bei Naumburg in den Fluss gehen.

Einsatzkräfte suchen seit Freitagmorgen nach einem lebenden Krokodil in dem kleinen Fluss im Süden von Sachsen-Anhalt. Zuvor gab es zwei Hinweise von Zeugen, die ein Reptil in der Nähe des Ortes Laucha an der Unstrut gesehen haben wollen. Die Polizei nahm die Meldungen ernst. Die Schleusen in Trösdorf und Wetzendorf wurden daraufhin vorübergehend geschlossen. Bislang blieb die Suche nach dem Reptil erfolglos, wie eine Polizeisprecherin am Sonntagmorgen sagte.

+++ 29.08.2020: Krokodil in der Unstrut? – Suchaktion nach angeblicher Sichtung +++

Nach Zeugenhinweisen haben Einsatzkräfte im Fluss Unstrut im südlichen Sachsen-Anhalt nach einem Krokodil gesucht. Zwei mutmaßliche Augenzeugen hätten angegeben, in Laucha an der Unstrut in dem kleinen Fluss ein Krokodil gesehen zu haben, teilte die Polizei mit. Die Polizei nehme die Hinweise ernst. Die Suche sollte am Samstag vom Wasser aus fortgesetzt werden, wie Polizeisprecherin Ulrike Diener sagte.

Bereits am Freitag seien Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt entlang der Unstrut unterwegs gewesen. Auch mit einem Polizeihubschrauber sei Ausschau gehalten worden. Schleusen wurden geschlossen. Der Bootsverkehr wurde vorsorglich eingestellt.

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loc/news.de/dpa