Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison

Nach einer weitgehend verkorksten Vorbereitung haben die Eisbären Berlin mit ihrer konzentrierten und kämpferisch überzeugenden Leistung beim 3:2-Auftaktsieg gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven neue Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geweckt. Am Dienstagabend bei den Grizzlys Wolfsburg (20.30 Uhr/live bei Magentasport) gilt es für sie nun, die guten Eindrücke zu bestätigen.

Die Voraussetzungen dafür stehen nicht schlecht: Mit Marcel Noebels, Jonas Müller und Stefan Espeland sind drei potenzielle Leistungsträger, die gegen Bremerhaven noch pausieren mussten, in Wolfsburg wieder dabei. „Damit sind wir viel tiefer und stärker besetzt und können die Eiszeiten etwas besser managen“, sagte Trainer Serge Aubin am Montag. Für zusätzliche Auswahl sorgen Nino Kinder und Fabian Dietz, die nach überstandenen Corona-Infektionen ihre Trainingsrückstände aufgeholt haben.

Gegen die formstarken Niedersachsen, die mit einem 4:1 gegen die Krefeld Pinguine in die Spielzeit gestartet sind, müssen die Eisbären aber auch unter Beweis stellen, dass sie ein chronisches Problem tatsächlich dauerhaft gelöst haben. Erst kurz vor dem Saisonbeginn hatte Sportdirektor Stéphane Richer mit Kris Foucault, Matt White und Giovanni Fiore drei Spezialisten für das seit Jahren schwächelnde Powerplay verpflichtet. Gegen Bremerhaven machte sich das prompt bezahlt: Foucault und White erzielten zwei wichtige Tore, als jeweils ein Gegner auf der Strafbank saß.

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Coach Aubin hofft nun, dass die Neulinge nachhaltig Wirkung zeigen: „Wir haben im letzten Spiel wieder gesehen, dass die Special Teams enorm wichtig sind“, sagte er. „Die drei Spieler haben wir aus besonderen Gründen geholt: Sie bringen Erfahrung und Ruhe in die Mannschaft. Das Powerplay hat sehr gut funktioniert, und auch in Unterzahl haben sie viele gute Sachen gemacht.“