Gelingt Mainz der erste Sieg und was macht Papa?

Wer versteht das?

Wenn der schwarz-gelbe Verein seiner Stadt am Samstag bei der Arminia in Bielefeld antritt, wird der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) seinen letzten Tag im Amt verrichten und die berühmten Schlüssel seinem Nachfolger und Parteikollegen Thomas Westphal übergeben.

Davor aber hat sich der 64-Jährige noch mal Luft verschafft und in der „Bild“ die jüngsten Zuschauerausschlüsse für die Dortmunder und Mönchengladbacher, für die jeweils 300 Zuschauer beantragt worden waren, kritisiert. In einem Erlass des Ministeriums zum Champions-League-Spiel der Gladbacher gegen Real Madrid wäre sogar zugegeben worden, „dass es, wie es heißt, nicht „infektiologisch“ begründet sei, sondern politisch“, sagte Sierau, „das versteht doch kein Mensch mehr!“

Gelingt Mainz der erste Sieg?

Noch nie in der Bundesligageschichte konnte ein Verein, der die ersten sechs Ligaspiele in Serie verloren hat, am Ende die Klasse halten. Mainz hat bisher alle fünf Spiele verloren und muss jetzt in Augsburg ran. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es bisher auch nur einen einzigen Bundesligaverein gab, der mit eben sechs Niederlagen in eine Spielzeit gestartet ist. Das Kunststück brachte Fortuna Düsseldorf in der Saison 1991/92 fertig – und stieg am Ende als Letzter ab.

[Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können]

Wer kann besser verdauen?

RB Leipzig muss vor dem Spitzenspiel am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach die Packung von Manchester United verdauen. Fünf Stück mussten die Sachsen schlucken, ganz schön viel für einen Bundesligaspitzenreiter.

Der Gastgeber muss verdauen, zum zweiten Mal in Folge einen Sieg gegen ein europäisches Spitzenteam (Inter Mailand, Real Madrid) in den Schlussminuten hergegeben zu haben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gladbacher bisher alle ihre Heimspiele gegen die Leipziger verloren haben.

Was macht Papa?

Papa verlässt den deutschen Fußball. Vier Monate nach dem Endes seines Vertrags mit dem Hamburger SV ist der Grieche Kyriakos Papadopoulos am Mittwoch zum kroatischen Erstligisten Lokomotiva Zagreb gewechselt. Der 28 Jahre alte Innenverteidiger spielte zehn Jahre lang in der Bundesliga für Schalke 04, Bayer Leverkusen, RB Leipzig und den HSV. Mach’s gut, Papa!

Und sonst?

Diego Armando Maradona wird am heutigen Freitag runde 60 Jahre alt. Wie schön, dass er das geschafft hat, wird sich mancher denken. Herzlichen Glückwunsch! Aber wir denken schon an den 3. November. Kommenden Dienstag wird Gerd Müller, der Bomber der Nation, 75. „Ohne Tore kannst du noch so gut spielen, gewinnst aber nicht“, sagte Franz Beckenbauer, der kürzlich 75 Jahre alt wurde.

In seinen Augen „ist er der wichtigste Spieler in der Geschichte des FC Bayern“. In 998 Spielen für den FC Bayern erzielte Gerd Müller 1251 Tore. 365 davon allein in der Bundesliga. Zum Vergleich: Der Über-Stürmer unserer Tage, Robert Lewandowski, krebst bei mickrigen 246 Bundesligatoren rum.