Füchse Berlin verlieren zu Hause gegen Leipzig

Fredrik Genz ging kurz zur Seitenlinie. Einmal schütteln nach den Würfen, die ihm zuvor um die Ohren gehauen wurden, einen Schluck trinken und sich wieder neu fokussieren. Unterdessen redete sein Torwarttrainer Dejan Peric ununterbrochen auf ihn ein, versuchte von außen Hilfestellung zu leisten. Gleichwohl die Tipps später ihre Wirkung zeigten, es war zu spät.

Weder Genz noch der später eingewechselte Lasse Ludwig konnten das Duell zwischen den Pfosten für sich entscheiden – eine Ursache für die 27:28(12:18)-Niederlage der Füchse am Samstag gegen den SC DHfK Leipzig.

Grund für die Neubesetzung im Tor war die Verletzung von Dejan Milosavljev. Der 25-Jährige hatte sich am Donnerstag im Training den Fuß verknackst und konnte das Spiel daher nur von der Seitenlinie beobachten. Und viel Positives bekam er dort nicht zusehen. Wieder und wieder gelangen den Gästen Durchbrüche und leichte Tore, sodass die Berliner schnell in Rückstand gerieten.

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Als Jaron Siewert in der 12. Minute bei einem Spielstand von 6:9 die erste Auszeit nahm, suchte Genz wieder Peric. Doch die Tipps des 40-Jährigen fruchteten nicht. Genz bekam bei elf Würfen nur einmal die Hand an den Ball, sodass Ludwig eine Chance bekam. Allerdings war auch der 18-Jährige bei seinem Bundesliga-Debüt gegen die meisten Würfe der Leipziger chancenlos. Ob über die Mitte, den restlichen Rückraum oder Außen – Leipzig traf aus allen Ecken.

Viel Unterstützung von der Abwehr gab es für die Torhüter allerdings nicht. Da half auch die Umstellung der Defensive nicht. Als die Anzeige ein 16:23 vermeldete, versuchte sich Genz noch einmal. Rituell klatschte er den Pfosten und die Latte ab und hoffte im zweiten Anlauf auf mehr Glück. Mit Erfolg. Die Abwehr stand kompakter, Genz deckte seine Torwartecke gut ab und die Füchse konnten sukzessive ihren Rückstand verringern. Auf einmal kamen die erwünschten Paraden und die Füchse konnten die Begegnung fast noch drehen. Fast, denn am Ende waren es eben doch ein paar Paraden zu wenig.