Erdbeben in der Türkei: Zahl der Toten steigt auf 14! Ägäis von starkem Beben erschüttert

Bei einem schweren Erdbeben in der Ägäis sind in der Westtürkei mehrere Gebäude eingestürzt und Menschen verschüttet worden. Auch auf der griechischen Insel Samos kam es zu Schäden. Die Aufklärungsarbeiten hielten an, sagte der türkische Umweltminister Murat Kurum dem Fernsehsender TRT am Freitag. Bisher seien vier Menschen aus den Trümmern gerettet worden, hieß es.

Erdbeben der Stärke 6,6, erschüttert türkische Ägäis und griechische Insel Samos

Das Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Das Zentrum des Bebens mit der Stärke 6,6 habe in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir gelegen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. TRT zeigte Bilder von eingestürzten Mehrfamilienhäusern und von Staubwolken über der Stadt Izmir. Es wurde von Panik auf den Straßen während des Bebens berichtet, Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

Auch in Griechenland waren die Erschütterungen zu spüren. Besonders die Insel Samos ist betroffen, dort gab es Berichte über Gebäudeschäden. In der Kleinstadt Vathy gab es einen Tsunami. Griechische Fernsehsender zeigten Bilder von der überfluteten Küstenpromenade, wo das Wasser Autos wegspülte. Auch auf Bildern aus dem türkischen Seferihisar waren überflutete Gassen zu sehen. Berichten zufolge hatte es auch dort einen kleinen Tsunami gegeben. Experten warnten im Interview mit TRT vor einem möglichen weiteren Tsunami.

Gebäude eingestürzt, Panik auf den Straßen: Verheerende Bilder nach schwerem Erdbeben in der Türkei

Das Deutsche Geoforschungs-Zentrum (GFZ) in Potsdam informierte über das “schwere Erdbeben mit einem Tsunami”. Nach GFZ-Berechnungen erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan richtete sich in einem Tweet an die Bevölkerung. Man stehe den vom Erdbeben betroffenen Menschen mit allen Mitteln bei.

Verschiedenen Berichten zufolge soll das Beben in der türkischen Metropole Istanbul und bis in die griechische Hauptstadt Athen zu spüren gewesen sein.

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+++ Zahl der Toten steigt auf 14 +++

Nach dem Erdbeben in der Ägäis ist die Zahl der Toten in der Westtürkei auf 12 gestiegen. Mindestens 419 Menschen seien verletzt worden, teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad am Freitagabend mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 14. Griechische Behörden hatten zwei Tote auf der Insel Samos gemeldet. Nach Medienberichten werden dort acht Verletzte im Krankenhaus behandelt.

Das erste Beben hatte nach Angaben der nationalen türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Die zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke mit 7 an. In der Provinz Izmir waren mehrere Gebäude eingestürzt und hatten Menschen unter sich begraben.

Auf der griechischen Insel Samos als auch an der türkischen Westküste trat bei einem Tsunami nach dem Beben das Wasser über die Ufer, es gab mehrere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 5. Das Zentrum habe in der Ägäis vor der türkischen Provinz Izmir, rund 16 Kilometer nördlich der griechischen Insel Samos gelegen, berichteten türkische und griechische Medien.

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loc/news.de/dpa