Eisbären siegen in Mannheim

Berlin – An sich schien es am Sonntagnachmittag nicht eben gut bestellt zu sein um die Eisbären. Die Berliner, Tabellenführer der Nordgruppe in der Deutschen Eishockey-Liga, mussten im Spiel beim Tabellenführer der Gruppe Süd auf Leo Pföderl verzichten. Der Torjäger, 20 Treffer schon in dieser Saison, hatte sich am Samstag beim 2:4 in Schwenningen verletzt und fällt erst einmal aus. Zudem steckte den Eisbären ja noch das Spiel vom Sonnabend in den Knochen, Gegner Mannheim war ausgeruhter. Die Adler hatten am Tag zuvor pausiert. Aber wie es so manchmal im Sport ist, hieß das alles – nichts. Die Berliner zauberten ihre bis hierhin wohl erstaunlichste Leistung der Spielzeit aufs Eis und siegten in der Mannheimer Arena 4:1 (2:0, 1:0, 1:1).

Es war schon achtbar, dass die Eisbären ihren nominell stärker besetzten Gegner nie so richtig in Wallung kommen ließen. Die Berliner Defensivleistung war allererste Güte und offensiv schlugen sie im ersten Drittel binnen 42 Sekunden gleich zweimal zu. Nach den Treffern von Fabian Dietz und Matt White war Mannheim schnell unter Druck und daran änderte sich so schnell nichts. Eine gute Angriffsaktion, abgeschlossen durch Parker Tuomie, reichte den Berlinern, um nach 40 Spielminuten sogar 3:0 vorn zu liegen.

Den Adlern fiel nicht mehr viel ein – außer Torwart Endras während eines Powerplays durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Matt White traf daraufhin zum 4:0 ins verwaiste Mannheimer Tor und sagte später: „Das war ein fast perfektes Auswärtsspiel von uns“. Mannheim verdarb Berlins Torwart Mathias Niederberger allerdings einen Nachmittag ohne Gegentor, Matthias Plachta traf noch für die Adler. Tsp