Der frühere Nationalgalerie-Chef geht nach Baden Baden

Als Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann im Oktober 2019 seinen Rückzug vom Amt ankündigte, wurde wild spekuliert, wohin er denn ginge. Noch bei seinem Abschied im vergangenen Herbst ging das Raten weiter. Vielleicht zur Prada-Stiftung in Mailand oder doch ans Museum Beyerle in Basel?

Neben seinem Job als Chef von fünf Dependancen hatte der Museumschef immer wieder Zeit gefunden, bei privaten Institutionen und Stiftungen als Gastkurator glanzvolle Ausstellungen zu organisieren. Zuhause in Berlin wurde das mit immer größerem Unbehagen beobachtet. Erreichbar war Udo Kittelmann kaum.

Ab sofort begleitet Kitttelmann die Aktivitäten des Hauses, heißt es

Nun hat das Burda Museum in Baden Baden bekannt gegeben, dass der Ex-Nationalgalerie-Direktor der neue künstlerische Leiter wird. Zwar nur an dritter Stelle der offiziellen Mitteilung, zuerst werden die Ausstellungspläne für die nächsten beiden Jahre genannt. Doch die interessanteste Neuigkeit ist die Personalie. Kittelmann begleite ab sofort die Aktivitäten des Hauses in seiner neuen Funktion, heißt es darin.

Das Jahr 2022 werde dann seine Handschrift tragen, er verantworte die beiden Ausstellungen „Margaret und Christine Wertheim: The Institute for Figuring“ und „Die Maler des Heiligen Herzens“. Zugleich informiert Museumsdirektor Henning Schaper darüber, dass die Ausstellung „Impressionismus in Russland“ in Zusammenarbeit mit der Tretjakow-Galerie – anders als geplant – nicht zuerst im Barberini-Museum in Potsdam zu sehen sein wird, sondern ab März bei Burda. Das Frühjahr beginnt in Baden-Baden optimistisch.