Der FC Schalke 04 zieht mal wieder Konsequenzen

Der sportlich kriselnde Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat weitere personelle Konsequenzen gezogen. Am Dienstag trennte sich der Klub von Michael Reschke, der als Technischer Direktor unter anderem für die Kaderplanung verantwortlich war. Laut Mitteilung des Vereins wurde einvernehmlich beschlossen, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. Zudem müssen die Profis Amine Harit und Nabil Bentaleb bis auf Weiteres individuell trainieren und Vedad Ibisevics Vertrag wird zum 31. Dezember aufgelöst.

„Sowohl Vedad als auch wir hatten andere Erwartungen an sein Engagement bei Schalke 04. Aus unserer Sicht ist es nunmehr besser, die Zusammenarbeit zu beenden und im Guten auseinander zu gehen“, hieß es von Sportvorstand Jochen Schneider dazu auf der Schalker Homepage.

Nach den bisher absolvierten acht Saisonspieltagen rangiert Schalke auf dem 18. Tabellenplatz und wartet saisonübergreifend seit 24 Bundesliga-Partien auf einen Sieg. Jetzt musste Reschke gehen. „Wir danken Michael Reschke für seine geleistete Arbeit in alles anderen als einfachen Zeiten. Letztlich hatten wir eine unterschiedliche Auffassung über die sportliche Zukunft des Vereins“, erklärte Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider.

Reschke, der seit Mai 2019 als Technischer Direktor angestellt war, bedankte sich in der Klubmitteilung für die Zusammenarbeit. „Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, die Klasse zu halten und werde weiterhin bei jedem Spiel mitfiebern“, wird er zitiert.

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Einem Bericht von Sport1, wonach die Profis Harit, Bentaleb und Ibisevic beim Mannschaftstraining des Bundesligisten suspendiert worden seien, bestätigte Schalke zunächst nicht. Bereits am Montag hatte der TV-Sender Sky berichtet, dass es am Sonntag schon in der Kabine zum Disput zwischen Cheftrainer Manuel Baum und Spielern gekommen sein soll. Die Spieler hätten sich über ihre Auswechslung im Spiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (0:2) geärgert.

Der FC Schalke dementierte indes Medienberichte, nach denen Profi Benjamin Stambouli in der Halbzeitpause des Heimspiels gegen Wolfsburg das Stadion verlassen haben soll. „Benji hat enttäuscht auf seine Auswechslung in der Halbzeit reagiert – ja. Aber er hat nicht vorzeitig das Stadion verlassen, das ist schlicht eine Falschmeldung“, wird Sportvorstand Schneider am Dienstag in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Laut Angaben des Klubs belegen Zeugenaussagen und Videoaufnahmen der Überwachungskameras, dass Stambouli erst weit nach Schlusspfiff die Arena in Gelsenkirchen verlassen habe. (dpa)