„Das war kein Spiel, das war kaltblütiger Mord“

Angeführt von Rekordspieler Thomas Müller hat der FC Bayern in einem irren Torfestival den ruhmreichen FC Barcelona überrollt und sich beim Finalturnier der Champions League endgültig in die Favoritenrolle katapultiert. Beim sagenhaften 8:2 (4:1) im Viertelfinale gegen die Katalanen mit einem entzauberten Weltfußballer Lionel Messi spielten die Münchner besonders in der ersten halben Stunde so auf, dass Erinnerungen an den 7:1-Triumph der Nationalmannschaft gegen Brasilien bei der WM 2014 aufkamen. Die internationale Presse findet dafür am Samstag deutliche Worte.

SPANIEN:
El País“: „Bayern demütigt Barcelona. Bei dem historischen Sieg hat die Mannschaft von Quique Setién unerklärlicherweise der Macht des deutschen Teams nichts entgegenzusetzen. (…) Das Azulgrana-Team hat die schlimmste jemals bei einem europäischen Wettbewerb gesehene Niederlage seiner Geschichte erlitten.“

„La Vanguardia“ (Barcelona): „Bayern beerdigt den FC Barcelona. Die Blaugrana machen sich in Lissabon lächerlich und scheiden durch ein beschämendes 2:8 aus. Die Demütigung war ungeheuer. Es wird lange dauern, bis die Schande verblasst. Champions kriechen nicht so. Was für eine Strafe. Wie schmerzhaft. Was für ein Untergang. Lissabon ist vielleicht das dunkelste Kapitel in der schwarzen Geschichte Barcelonas.“

Marca“: „Adiós für Setién, aber es müssen noch viel mehr gehen. Das Barça-Debakel entfaltete sich auf die schlimmste Art und Weise, von den Bayern geschlagen und verprügelt, unfähig angesichts des deutschen Fußballs und dessen Schwungs, überwältigt von der 2. bis zur 90. Minute, das Bild einer kleinen Mannschaft, ein Negativbild ihrer Größe. Es gab einige Chancen beim verrückten Beginn des Spiels, aber die Schläge der bayerischen Dampfwalze wurden nach vier Toren binnen einer halben Stunde zu einem K.o.. Das 2:8 ist ein demütigendes Ergebnis.“

„Mundo Deportivo“: „Historische Lächerlichkeit Barças in der Champions League. Die Bayern besiegten Barça mit einem überwältigenden 2:8, ein Ergebnis, das es in der jüngeren Geschichte nicht nur Barças, sondern des gesamten Wettbewerbs noch nie gab. Die Spieler, die diesem Verein den größten Ruhm gebracht haben, boten ein unwürdiges Bild für einen hundertjährigen Verein wie Barça. „Wir sind Barça, das beste Team der Welt“, wiederholte Vidal in der Vorbereitungsphase immer wieder. Dieses Barça, das er meinte, ist jetzt Geschichte.“

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„Goal“: „Das war kein Spiel, das war kaltblütiger Mord. Ein Mord, der absehbar und mit aller Härte der Welt unerbittlich war. Da nach zwei die Drei kommt, hat Barça alles getan, um seinen Weltrekord für Jämmerlichkeit noch zu überbieten. Nachdem das Team in Rom und Anfield gedemütigt worden war, brach es seinen eigenen Rekord und verließ Lissabon mit acht Treffern im Sack. In Lissabon wurde ein Duell zwischen Sportlern und Touristen ausgetragen, dessen Ergebnis ebenso kraftvoll wie verdient war. Als Chronik eines angekündigten Todes schlug Bayern München Barça auf vernichtende Weise.“

GROSSBRITANNIEN:
„Guardian“: „Barcelonas Auseinanderfallen ist strukturell, es ist das Resultat eines jahrelangen Versagens auf der Führungsebene, teilweise verschleiert durch eine ökonomische Struktur, die es den Wohlhabenden erlaubt, fürchterliche Entscheidungen zu treffen, ohne echte Konsequenzen dafür tragen zu müssen.“

„Daily Telegraph“: „Sie wurden im Viertelfinale der Champions League weggeblasen wie Vorrunden-Kanonenfutter, geschlagen in jeder Disziplin des Pressings, eines Fußballs mit hohem Risiko, den sie selbst erfunden haben.“

„Times“: „Dieses Ergebnis wäre in jeder Liga erstaunlich, aber Zeuge eines so einseitigen Spiels im Viertelfinale dieses Elite-Wettbewerbs zu werden, war beinahe nicht zu glauben.“

ITALIEN:
„La Repubblica“: „Katastrophe für Barcelona – Bayern schafft Acht – Messi gedemütigt. Die Bayern (…) sind wegen der Effektivität ihres vertikalen Spiels Kandidaten für ihren sechsten Sieg in der Champions League.“

„Gazzetta dello Sport“: „Wo Geschichte geschrieben wird, ist (Thomas) Müller dabei. Thomas (Müller) war der Mann des Spiels in Lissabon.“ (dpa)