Daniel Altmaier überrascht bei den French Open

Am Tag der deutschen Duelle in Paris siegt erst Daniel Altmaier gegen Jan-Lennard Struff, dann setzt sich Laura Siegemund gegen Julia Görges durch.

Daniel Altmaier ist endgültig zurück.Foto: dpa

Qualifikant Daniel Altmaier hat bei den French Open das deutsche Duell gegen Jan-Lennard Struff gewonnen und überraschend in Paris die dritte Runde erreicht. Der 22 Jahre alte aus Kempen setzte sich am Donnerstag unerwartet deutlich mit 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 durch und feierte damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere.

Altmaier folgte bei seinem Grand-Slam-Debüt Alexander Zverev in die dritte Runde. Der US-Open-Finalist hatte am Mittwochabend in fünf Sätzen gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert gesiegt.

Weiter auf Erfolgskurs in der französischen Hauptstadt ist auch das Tennis-Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies. Die Titelverteidiger setzten sich gegen die beiden Argentinier Diego Schwartzman und Federico Coria klar mit 6:2, 6:0 durch und stehen im Achtelfinale. Das Duo benötigte lediglich 51 Minuten für den klaren Erfolg. Im vergangenen Jahr hatten Krawietz und Mies im Stade Roland Garros völlig überraschend den Titel gewonnen.

Altmaier, der wegen mehrerer Verletzungen 2018 fast komplett pausieren musste, nutzte gegen Struff nach 2:32 Stunden seinen ersten Matchball. Der Außenseiter zeigte von Beginn an eine couragierte und fast fehlerlose Leistung. Während Struff ein bisschen gehemmt wirkte, spielte Altmaier unbekümmert drauflos. Nach 40 Minuten sicherte er sich den ersten Satz.

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Im zweiten Durchgang schien Struff etwas besser ins Spiel zu finden. Die deutsche Nummer zwei schaffte ein frühes Break und hatte die Partie nun im Griff. Doch als er beim Stand von 5:4 zum Satzgewinn aufschlug, gab er selbst sein Service ab und verlor den Satz im Tiebreak.

Altmaier war nun nicht mehr zu stoppen. Der Nordrhein-Westfale, der in der Bundesliga für den LTTC Rot-Weiß Berlin spielt, galt schon in jungen Jahren als eines der größten Talente im deutschen Tennis. Doch dann wurde er von Verletzungen im Bauchmuskelbereich und an der Schulter ausgebremst und musste fast ein Jahr lang pausieren. In der Weltrangliste fiel er sogar aus den Top 400. Die Zeit der Pause nutzte er auch zur Weiterbildung, verlor das Tennis aber nie aus den Augen.

Inzwischen hat er sich aber bis auf Platz 186 zurückgekämpft und in Paris nun schon fünf Matches gewonnen. Denn bevor Altmaier im Hauptfeld mitspielen durfte, musste er sich erst einmal in drei Partien in der Qualifikation bewähren. Den Vorteil der Spielpraxis nutzte er gegen Struff und ließ sich im dritten Satz nicht mehr vom Weg in die dritte Runde abbringen.

Das deutsche Duell bei den Frauen hat Laura Siegemund gegen Julia Görges gewonnen und damit erstmals in ihrer Karriere in Paris die dritte Runde erreicht. Die 32-Jährige gewann am Donnerstag mit 1:6, 6:1, 6:3 und überstand damit als einzige Deutsche in der Frauen-Konkurrenz die zweite Runde. Siegemund verwandelte nach 1:51 Stunden ihren ersten Matchball. (dpa)